Entzündbare
Stoffe
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Stoffe
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Campinggaskartusche
oder Druckgasdose mit Methan, Leichtbenzin Kp. 40-60°C, Brennspiritus,
Diethylether, Watte |
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Geräte
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Versandröhre aus Pappe
ca. 40x7cm mit Deckel und gebohrtem Loch, Porzellanschale d=8cm, Holzspan,
Brenner, Teelicht, runde Schale (d=25cm, h=14cm) |
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Flaschen mit entzündbaren
Stoffen immer sofort schließen, feuersichere Unterlage verwenden! |
Unterrichtsablauf
Den Schülerinnen
und Schülern wird eine Gampinggaskartusche oder eine Druckgasdose
mit Methan gezeigt. Dabei ergibt sich im Gespräch, was man keinesfalls
mit solchen Kartuschen machen darf. Unter Druck oder bei großer Hitze
können die Kartuschen explodieren, daher müssen sie an einem
kühlen und dunklen Ort aufbewahrt werden. An dieser Stelle kann man
eine Unterrichtseinheit über flüssigen
Stickstoff einbauen.
Über das Piktogramm
mit der Gasflasche kommt man bei den Gaskartuschen oder Druckgasdosen auch
zu dem Symbol mit der Flamme. Es ist den Schülern vielleicht vom Brennspiritus
oder vom Benzinkanister bekannt. Eine Flasche mit Leichtbenzin wird kurzzeitig
geöffnet und die Schüler nach möglichen Gefahren befragt.
Dabei werden einige Regeln beim Umgang mit entzündbaren Stoffen erarbeitet:
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Flaschen müssen sofort
nach der Entnahme geschlossen werden. Bei offenen Flaschen besteht die
Gefahr der Bildung explosiver Benzin-Luftgemische im Raum.
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Brennspiritus darf niemals
auf ein brennendes Feuer oder auf die Glut eines Grills geschüttet
werden. Auf diese Weise sind schon viele Unfälle entstanden.
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Entzündbare Stoffe dürfen
nicht mit der Brennerflamme im Reagenzglas direkt erhitzt werden. Das Erwärmen
erfolgt im Wasserbad.
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Große Metallgefäße
mit niedrig siedenden, brennbaren Flüssigkeiten wie Diethylether müssen
geerdet werden, damit nicht ein Zündfunke durch elektrostatische Aufladung
der Flüssigkeit entsteht.
Die nachfolgend beschriebenen
Experimente verdeutlichen die Bildung der Dämpfe, sobald die Flüssigkeiten
offen stehen:
1.) In eine Porzellanschale
werden 10ml Benzin (Kp. 40-60°C) gegeben. Mit einem brennenden Holzspan
nähert man sich vorsichtig von oben der Schale. Ein Entflammen des
Benzins findet schon deutlich oberhalb des Flüssigkeitsspiegels statt,
bevor die Flamme die Flüssigkeit überhaupt berührt.
2.) Eine Versandrolle
aus Papier (40x7cm) wird 5cm vom unteren Rand entfernt mit einem 1cm großen
Loch durchbohrt. Dieses verklebt man mit einem Etikett. Der untere Deckel
wird verklebt oder vernietet, der obere nur satt aufgesetzt. Vor dem Verschließen
der Röhre schwenkt man sie kurz an der frischen Luft. Auf einen Wattebausch
träufelt man ca. 12 Tropfen Benzin (Kp. 40-60°C) und wirft ihn
in die Röhre. Nach dem Auflegen des Deckels spielt ein Schüler
"Barkeeper" und schüttelt die Röhre 1 Minute lang. Nach dem Einspannen
der Röhre in ein Stativ, entfernt man das Etikett und führt einen
brennenden Span in die Röhre durch das Loch ein. Das Benzin-Luft-Gemisch
verpufft, so dass der Deckel an die Decke fliegt. Der Versuch verdeutlicht
auch die Funktionsweise des Zylinders im Automotor. Es kann gezeigt werden,
dass mehr oder weniger Benzintropfen die Wirkung der Verpuffung verbessern
oder verschlechtern. Vor einer Zündung von Benzin-Sauerstoff-Gemischen
ist dringend abzuraten, da dabei das Trommelfell aller Zuschauer,
das Stativ und der Experimentator selbst erheblichen Schaden nehmen würden.
Filme
mit Explosionsversuchen erhältlich auf >DVD
3.) Ein brennendes Teelicht
wird in eine runde Schale ganz an den Rand gestellt. Dann wirft man einen
mit Diethylether (Achtung Gefahrenpotential
nachlesen!) oder mit Benzin (Kp. 40-60°C) getränkten Wattebausch
in die gegenüberliegende Seite der Schale. Nach einer Weile entzündet
sich der Wattebausch, da die Benzindämpfe sich in der Schale verteilen
und durch das brennende Teelicht gezündet werden.
Viele Brände entstehen
durch den unsachgemäßen Umgang mit entzündbaren Stoffen.
Im Labor, aber auch im Fachraum Chemie ist das Rauchen und das unerlaubte
Anzünden von Zündhölzern ("Zünseln") streng untersagt,
da leicht entzündbare Stoffe in unmittelbarer Umgebung gelagert werden.
Dies wird durch die beiden Verbotszeichen verdeutlicht:
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Nicht rauchen
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Kein Feuer
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Gefährliche Güter,
die auf der Straße transportiert werden, unterliegen der Gefahrgutverordnung.
Bei Unfällen ist durch die äußere Kennzeichnung des LKW's
sofort erkennbar, welche Gefahren auftreten können. Das rechte, rote
Symbol auf dem Bild kennzeichnet entzündbare, flüssige Stoffe.
Das linke, orange Schild gibt Auskunft über den Gefahrstoff. Die obere
Zahl wird auch als Kemler-Zahl bezeichnet. In diesem Fall kennzeichnet
die Zahl 33 leicht entzündbare Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt
unterhalb von 23°C. Die untere Zahl (UN-Nummer) bezeichnet den transportierten
Stoff. An der Zahl 1203 lässt sich erkennen, dass der Tankwagen Benzin
(Ottokraftstoff) transportiert.
Vierter Teil
der Unterrichtseinheit