Elemente und Verbindungen
- Experimente mit Kupferacetat -
 
 
Stoffe: 
Kupfer(II)-acetat, Kupferblech ca. 10x5cm, Essigessenz
Geräte:
Schutzbrille, Brenner und Streichhölzer, Reagenzglas, RG-Halter, Gurkenglas
Beim Erhitzen von Kupferacetat Schutzbrille aufziehen! Stoffe nicht anfassen! 
Beim Experimentieren zu Hause: Glas vor Kindern und Haustieren sicher aufbewahren!
 
 
Didaktische Bemerkungen:
Dieser Versuch stellt eine harmlosere Variante der früher an den Schulen angewandten Zersetzung des sehr giftigen Quecksilberoxids dar. Erhitzt man eine Spatelspitze Kupfer(II)-acetat in einem Reagenzglas mit der nicht leuchtenden Brennerflamme, verfärbt es sich bräunlich und ein gelber Rauch steigt auf. Dabei riecht es stark nach Essig. An der Wand des Reagenzglases entsteht ein schöner Kupferspiegel.
  
Bild vergrößern!
 
Bild vergrößern
 
Die Beobachtungen weisen darauf hin, dass Kupferacetat in Kupfer und Essigsäure zerlegt wird. Die chemische Verbindung Kupfer(II)-acetat ist ein Stoff, der (in einer endothermen Reaktion) in mindestens zwei weitere Stoffe „zerlegt“ werden kann. Das Kupfer selbst kann nicht mehr weiter zerlegt werden, es ist ein chemisches Element. Doch diese Definition soll den Schülern zunächst vorenthalten werden. Der Hauptteil des Experiments soll von den Schülern in einem Langzeitversuch zu Hause selbst durchgeführt werden.

Initiation:
Der beschriebene Versuch wird vorgeführt oder die Schüler führen ihn selbst durch. In einem gemeinsamen Gespräch sollen sie sich überlegen, ob sie schon eine Vermutung für das beobachtete Phänomen finden, z.B.

Die Frage, ob der Versuch umkehrbar ist, führt erst zum eigentlichen Experiment: Die Schüler sollen dies zu Hause selbst ausprobieren:
 
Ein Gurkenglas wird ca. 2cm hoch mit Essigessenz (25%ige Essigsäure, in jedem Supermarkt erhältlich) gefüllt. Dann stellt man ein Kupferblech hinein. Es sollte mindestens zur Hälfte aus der Flüssigkeit herausragen. Nach ein paar Tagen bilden sich türkisblaue Schichten. Lässt man das Gefäß offen, nimmt der Flüssigkeitsspiegel ab und am Boden bilden sich nach 1-2 Wochen dunkelgrüne Kupferacetat-Kristalle.
  
Bild vergrößern!
Bild vergrößern!
Bild vergrößern
Bild vergrößern
 
 
Dies sollen die Schüler jedoch selbst herausfinden. Die Lehrkraft beschreibt lediglich die Versuchsdurchführung und weist darauf hin, dass das Gefäß unbedingt an einem vor Kindern und Haustieren sicheren Ort aufgestellt werden muss und dass die blauen Kristalle nicht angefasst oder gegessen werden dürfen (mögliche Gefahren bitte den Eltern mitteilen). Das ganze Gefäß soll nach Beendigung des Experiments wieder in den Unterricht mitgenommen werden und wird auch dort entsorgt.

Als Arbeitsaufgabe für zu Hause erhalten die Schüler folgende Aufträge:
 
1.) Führe das Experiment durch und erstelle einen ausführlichen Bericht (gemäß dem Merkblatt)!
2.) Suche im Internet oder in Büchern nach folgenden Begriffen: Kupferacetat, Grünspan, chemisches Element, chemische Verbindung! Sammle auch Informationen über mögliche Gefahren!
3.) Versuche die Beobachtungen aus deinem Experiment mit Hilfe der nachgeschlagenen Begriffe zu erklären!
 
Nach Beendigung des Experiments zu Hause bringen die Schüler das Gurkenglas in den Unterricht mit. Die Berichte werden besprochen und diskutiert. Es kann dann auch gezeigt werden, dass der Versuch umkehrbar ist, in dem man die gebildeten Kristalle wieder erhitzt. Folgendes Schema dient zur Erläuterung:
 
 

 
 
Dabei genügt der Hinweis, dass "Stoff x" ebenfalls eine chemische Verbindung darstellt, die mit geeigneten Mitteln noch weiter zerlegt werden könnte.
 
 
Copyright: T. Seilnacht
www.seilnacht.com