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Blondierung
 
 
Schon früh war blondes Haar bei den Frauen begehrt. Früher versuchte man, die Haare mit alkalischen Lösungen aus Holzasche, Kalk, Soda oder mit Hilfe der Sonne aufzuhellen. Es wurden auch Kräuterauszüge verwendet. Wer es sich leisten konnte, bestäubte das Haar mit Gold-, Silber- oder Kupferpulver, um es heller erscheinen zu lassen. All diese Methoden konnten die Leute natürlich nicht befriedigen. Die modernen Blondierverfahren gehen auf den Franzosen E. H. Thiellay zurück. Er verwendete im Jahre 1876 erstmals eine Blondierungslösung, die Wasserstoffperoxid in 3%iger Konzentration enthielt.
 
 
Chemische Vorgänge beim Blondieren

Durch das alkalisch reagierende Ammoniak im Blondiermittel wird das Haar aufnahmefähig. Das Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid oxidiert die Pigmente und hellt sie dabei auf. Der Zusatz von Ammoniumpersulfat verstärkt diese Wirkung. Beim Blondieren von braunen, dunklen oder rotbraunen Haaren kommt es leicht zu einem Rot- oder Orangeton. Beim Abbau der Pigmente im Haar entstehen neue Verbindungen, die das Haar rötlich erscheinen lassen.

 
 
Auftragen des Blondierpräparats bei einem Frisör
 
Die käuflichen Blondiermittel dürfen nur 6%iges Wasserstoffperoxid enthalten, da der Stoff die Kopfhaut angreift. Bei dunklen Haaren reicht diese Konzentration für eine Blondierung nicht aus, daher sollte man das Färben einem Frisör überlassen. Bei der Abschlussbehandlung mit den sauren Präparaten (z.B. Sauerspülung, Haarkur) werden die Alkalirückstände neutralisiert und die Haare adstringiert.