Die Schwefelsäure
ist in der chemischen Industrie ein wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung
bedeutender Stoffe wie Sulfate, Düngemittel
oder Waschmittel. Beim einfachen Kontaktverfahren wird Schwefelsäure
in drei Schritten aus Schwefel hergestellt:

II. Schritt:
Im Kontaktofen wird das entstandene
Schwefeldioxid mit Sauerstoff weiter oxidiert, dabei entsteht Schwefeltrioxid:
2 SO2
+ O2
2 SO3 DHR
= - 198 kJ/mol
Schwefeldioxid + Sauerstoff
Schwefeltrioxid
Nach dem Prinzip
von Le Chatelier sinkt mit steigender Temperatur der Anteil an Schwefeltrioxid
bei diesem chemischen Gleichgewicht, daher erweist
sich eine Arbeitstemperatur von 440°C optimal. Bei zu niedrigen Temperaturen
würde auch die Reaktionsgeschwindigkeit
abnehmen. Die Reaktion wird auch durch den Einsatz von Katalysatoren
wie Vanadiumoxid und durch einen Überschuss an Sauerstoff begünstigt.
III. Schritt:
Diese Reaktion findet nur statt, wenn zum
Schwefeltrioxid im Zwischenabsorber konzentrierte Schwefelsäure zugegeben
wird. Das Schwefeltrioxid bildet mit der konzentrierten Schwefelsäure
Oleum (rauchende Schwefelsäure), das mit Wasser zu Schwefelsäure
zerfällt. Eine Direkteinleitung des Schwefeltrioxids in Wasser würde
zu einer sehr heftigen Reaktion führen.
Doppelkontakt-Verfahren
Beim Doppelkontaktverfahren wird das nach
der Zwischenabsorption verbleibende Restgas nochmals über eine Kontaktschicht
geleitet. Dadurch erreicht man eine Umsetzung des Schwefeldioxids von bis
zu 99,6%.
Weitere Informationen:
Schwefeldioxid
Schwefelsäure
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