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- Stoffe erkennen
(messbare Eigenschaften)
- Stoffe trennen |
Eine satirische Ansprache Erich Kästners
an Schulanfänger, entspricht auch nach sechzig Jahren noch größten
Teils dem Alltag an unseren Schulen:
„Liebe Kinder, da sitzt
ihr nun, alphabetisch oder der Größe nach sortiert, zum ersten
Mal auf diesen harten Bänken, und hoffentlich liegt es nur an der
Jahreszeit, wenn ihr mich an blonde und braune, zum Dörren aufgefädelte
Steinpilze erinnert. Statt an Glückspilze, wie sich`s gehörte...
Früchtchen seid ihr und Spalierobst müsst ihr werden. Aufgeweckt
wart ihr bis heute, und einwecken wird man euch ab morgen... Vom Baum des
Lebens in die Konservenfabrik der Zivilsation...“.
In der aktuellen Schulpraxis vergessen viele Lehrer mitunter, dass ihre Schüler unterschiedliche Lerntypen darstellen, denen vielfältige Gelegenheiten geboten werden müssen, damit sie die ihnen angemessenen Lernmöglichkeiten finden können. Kreativität erhält in vielen Schulzimmern keine Chance mehr, denn oft wird nur das zugelassen, was dem direkten Weg zum Lernziel dient. Nach Möglichkeit schreiten alle Schüler im gleichen Tempo voran. Da sich dies aber nicht in allen Bereichen verwirklichen lässt, wird im Unterricht differenziert. Differenzierung ist dann oft der Versuch des Lehrers, Defizite auszuräumen und Nachzüglern den Anschluss zu ermöglichen.
In meiner eigenen Schulzeit, wurden die
Entscheidungen über den Unterricht in seiner Grundstruktur fast ausschließlich
vom Lehrer getroffen. Auch der Chemieunterricht zählte stark zu den
Fächern, in denen wir Schüler lediglich die Adressaten des vom
Lehrer geplanten und durchgeführten Unterrichts waren. Schülerversuche
waren sehr selten und so wurde uns nach und nach durch mangelnde Selbsttätigkeit
und Mitbestimmung schließlich jegliche Motivation für den Chemieunterricht
genommen. Meiner Meinung nach wurde das Fach Chemie deshalb bereits sehr
früh von vielen Schülern abgelehnt, weil uns Unterrichtsfomen,
die einen handlungsorientierten Zugang zur Welt der Stoffe, deren Eigenschaften
und Eigenschaftsänderungen ermöglichen, vorenthalten wurden.
Das war für mich der Anlass, mit dieser Arbeit einen anderen, vielen
vielleicht „neuen Weg“ der Unterrichtsform und Unterrichtsmethode im Fach
Chemie aufzeigen.
1.
Der Lernzirkel - ein neuer Weg im Chemieunterricht
So wichtig die Vermittlung grundlegenden
Sachwissens im Chemieunterricht auch ist, so darf die Alternative für
den Chemieunterricht meiner Meinung nach nicht heißen: Entweder grundlegendes
Sachwissen oder Schülerorientierung. Ich finde die Fragestellung,
die der Frage nach geht, welche Auswirkungen in Richtung zeitgemäße,
naturwissenschaftliche Bildung sich ergeben, wenn bestimmte chemische Inhalte
mittels bestimmter Methoden und Medien unterrichtlich angegangen werden,
sehr wichtig.
Empirische Untersuchungen zeigen, dass
der Chemieunterricht in der Beliebtheitsskala bei den Schülern eher
einen unteren Rangplatz einnimmt. Allerdings ist deutlich zu erkennen,
dass der Chemie-Anfangsunterricht recht beliebt ist. Mit zunehmender Dauer
sinkt die Beliebtheit deutlich ab und steigt dann bei der organischen Chemie
wieder an.
„Die Schüler der Sekundarstufe
I sind durchschnittlich 13 bis 16 Jahre alt. Sie befinden sich teilweise
in der Vorpubertät (Mädchen: 11 bis 13 Jahre; Jungen: 15 bis
17 Jahre) und zum Teil in der Jugendkrise (Mädchen: 16 Jahre; Jungen:
17 Jahre). An die Vorpubertät schließt sich die Pubertät
an, in der die körperliche Reifung in vollem Gange ist. Das sich ausprägende
>>individualisierend-psychologische Denken<< und die Neigung zur
>>Selbstbesinnung<< sowie die Ausprägung von >>Sonderbegabungen<<
stellen Schüler (und Lehrer!) vor erhebliche Probleme. Meist erlahmt
das Schülerinteresse an allen Inhalten, die gleichsam um ihrer selbst
willen abgehandelt werden.“
Meine eigenen Beobachtungen, die ich durch
die Erprobung meines Lernzirkels gemacht habe, stützen die These,
dass durch selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Lernen im Chemieunterricht,
die Schülermotivation deutlich gesteigert werden kann. Gleichzeitig
werden verschiedene Kompetenzbereiche differenziert gefördert und
in den Dienst der ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung gestellt.
Daraus ergibt sich ein langfristiger Lerneffekt, der auch über die
konkrete Unterrichtseinheit zeitlich hinausgeht.
Weshalb sollte meiner Meinung nach deshalb
nicht über eine Ergänzung des eher lehrerorientierten Chemieunterrichts
durch offene Arbeitsformen nachgedacht und der Versuch gemacht werden,
derartige motivierende Arbeitsformen auch im Chemieunterricht der Sekundarstufe
verstärkt einzusetzen?
Der Lernzirkel als ein Vertreter offener
Arbeitsformen stellt eine mögliche Alternative zum konventionell lehrergeführten
Unterricht dar und wurde von Helen Parkhurst bereits 1920 entwickelt und
erprobt.
Die Merkmale eines Lernzirkels bestehen
noch einmal kurz gesagt darin, dass Schüler (meist in Gruppen) gleichzeitig
an verschiedenen Stationen weitgehend selbständig arbeiten, denn das
Unterrichtsziel „Selbständigkeit durch Selbsttätigkeit“ hat oberste
Priorität.
1.1 Begründungen für Lernzirkelarbeit im Chemieunterricht
Unterricht ist ein lebendiges Geschehen
zwischen Menschen und lebt unter anderem auch von Abwechslung. Fehlt diese
Abwechslung im Unterricht, so besteht die Gefahr, dass die Lernmotivierung
nachlässt und die Schüler sich anderen Betätigungsfeldern
widmen, die sie eher ansprechen. Die Lehrenden sollten deshalb bedacht
sein, lebendige Berührungspunkte zwischen Lernenden und dem Lerngegenstand
zu finden, um das effiziente Lernen zu fördern.
Ähnlich braucht der Chemieunterricht
auch heute sowohl eher geschlossene, lehrerorientierte Unterrichtsphasen,
aber zum Ausgleich auch offene, stark schülerorientierte Unterrichtselemente
wie beispielsweise die Lernzirkelarbeit.
Offene Lern- und Arbeitsformen, die den
Aktions- und Spielraum im Unterricht weiter stecken als der Klassenunterricht,
sind ohne Zweifel weniger genau berechenbar als geschlossene. Dadurch besitzen
sie aber auch einen besonderen Reiz und ermöglichen der Lehrperson
oftmals einen neuen, anderen Zugang und interaktiven Bezug zu Lernenden,
aber auch ein verändertes Verhältnis zum Lernen in der Schule
und zum Unterrichtsinhalt.
Schülerversuche im Chemieunterricht sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Trotzdem scheitert ihre Durchführung oft an äußeren Rahmenbedingungen. Die mangelhafte Ausstattung vieler Chemiesammlungen ermöglicht es oft nicht, in arbeitsgleichem Gruppenunterricht zu experimentieren. Die Lernzirkelarbeit bietet die Möglichkeit, mit wenigen Materialien die Schüler in Gruppen selbsttätig arbeiten zu lassen.
So können mit der Arbeit an Stationen sowohl fachpraktische Fertigkeiten wie das Einüben instrumenteller Arbeitsweisen oder das freie Experimentieren, aber auch ganze Lehrplaneinheiten wie das Untersuchen von Stoffen und ihren Eigenschaften verwirklicht werden. Zu abstrakte Stoffinhalte, wie die Atomtheorie oder die Einführung in das naturwissenschaftliche Modelldenken, sollten meiner Meinung nach nicht mit einem Lernzirkel angegangen werden.
Die Organisation des Lernzirkels bezieht
sich auf einen Vorschlag von Thomas Seilnacht, sehen Sie bitte unter:
Organisation
der Freiarbeit
2.
Der Einstieg
Sobald die pädagogisch-methodische Vorbereitungsphase abgeschlossen ist, kann mit der Lernzirkelarbeit begonnen werden. Da die selbständige Schülertätigkeit bei der Lernzirkelarbeit von großer Bedeutung ist, sollte darauf geachtet werden, dass die Einstiegsphase besonders motivierend gestaltet wird, und den Wunsch bei möglichst vielen Schülern weckt, sich „mit der Sache“ selbständig in einer Arbeitsgruppe auseinanderzusetzen. Zur Einführung ist eine Vorbereitungsstunde, die eine Woche vor dem tatsächlichen Beginn der Lernzirkelarbeit liegen sollte, empfehlenswert.
Diese Vorbereitungsstunde kann wie folgt aussehen:
I. Begriffserklärung
Was versteht man unter dem Begriff „Lernzirkel“
?
II. Der Schrank
Die einzelnen Stationen befinden sich
numerisch geordnet in einem Schrank. An den Schranktüren sind Übersichtsplakate,
die den vollständig und richtig eingeordneten Schrank abbilden, angebracht.
Sie dienen den Schülern als Hilfe beim Einräumen der Stationen
in den Schrank.
III. Stationsaufbau
Es erweist sich als sehr sinnvoll den
einzelnen Stationen feste Plätze im Chemieraum oder Klassenzimmer
während der Arbeitsphasen zuzuordnen. Dies dient vor allem einer besseren
Orientierung während der Lernzirkelarbeit. Die Schüler sollen
mittels eines Stationaufbauplans, welcher sich ebenfalls an den Schranktüren
befinden kann oder als Blatt ausgeteilt wird aufgeklärt werden, an
welchem Tisch sich welche Station befindet. Dieser festgelegte Stationsaufbau
wird während der Arbeitsphasen beibehalten, so dass die Schüler
genau wissen, an welchen Tischen sie welche Stationen vorfinden.
IV. Vorstellung einzelner Stationen
Es ist sehr motivationsfördernd einzelne
Stationskisten zu öffnen, um die Schüler einen Blick auf das
Material werfen zu lassen. Die Aufmerksamkeit richtet sich dadurch schon
zu Beginn auf das Material. An dieser Stelle sollte auch auf ein im Kistendeckel
aufgeklebtes Blatt verwiesen werden, dass genau abbildet, wo sich welche
Materialien in der Kiste befinden. Dieses Blatt dient als Stütze beim
Einräumen der Materialien in die Kisten und gewährleistet, dass
alle Arbeitsgruppen die einzelnen Stationen geordnet antreffen. Außerdem
sollte der Lehrende kurz auf die beigefügten Aufgabenblätter
der einzelnen Stationen eingehen. Enthält der Lernzirkel sowohl Wahl-
als auch Pflichtstationen muss auf eine entsprechende Symbolik, die beide
Stationstypen unterscheidet, hingewiesen werden.
V. Umgangsregeln
Im Anschluss folgt die Erarbeitung der
Umgangsregeln im Klassenverband. Diese werden dann groß und deutlich
von den Schülern auf ein Plakat geschrieben. Das Plakat wird im Raum
deutlich sichtbar aufgehängt.
VI. Berichtsheft
Hier wird den Schülern erläutert,
was der Lehrende von der Anfertigung des Berichtsheftes erwartet. Es ist
sinnvoll dazu ein Merkblatt auszuteilen.
VII. Gruppeneinteilung
Abschließend erfolgt die Anweisung
an die Schüler, die einzelnen Arbeitsgruppen bis zur nächsten
Unterrichtsstunde einzuteilen und ein Berichtsheft anzulegen.
Durch diese Vorgehensweise wird die Spannung
auf die erst in einer Woche beginnende Lernzirkelarbeit erhöht und
Zielstrebigkeit erreicht. Es genügen dann in der Regel nur noch kurze
Hinweise, bevor die Lernzirkelarbeit wirklich beginnt und der Schrank aufgeschlossen
werden kann. Die Gruppeneinteilung sollte dann aber geregelt sein. Die
Ankündigung zur Beendigung der Lernzirkelarbeit sollte etwa 5-10 Minuten
vor dem tatsächlichen Ende erfolgen, damit die Gruppen noch genügend
Zeit haben, um eine begonnene Arbeit abzuschließen und aufzuräumen
bzw. das Material auf Vollständigkeit prüfen zu können.
3. Die Lernzirkel in der Praxis
Auf den folgenden Seiten werde ich nun
kurz mit Hilfe von eigenem Bildmaterial aufzeigen, wie die von mir entwickelten
Lernzirkel in der Praxis funktionieren.
3.1 Der Schrank
Nachdem die pädagogisch-methodische
Vorbereitungsphase der Lernzirkelarbeit abgeschlossen ist und die Vorbereitungsstunde
mit einführenden Erklärungen zur Handhabung des Lernzirkels eine
Woche vor Lernzirkelbeginn stattgefunden hat, kann nun mit der eigentlichen
Lernzirkelarbeit begonnen werden. Die Arbeitsgruppen stehen fest, die Arbeitsregeln
sind besprochen, der Stationsaufbau innerhalb des Klassenzimmers ist den
Schülern bekannt, ein Berichtsheft ist angelegt. Der Schrank mit den
einzelnen Stationen kann geöffnet werden.
Im Schrank soll vor und nach der Lernzirkelarbeit
Ordnung herrschen. Es ist deshalb wichtig, mit Hilfe einer Übersicht,
welche am besten auf der Innenseite der Schranktür angebracht wird,
ganz klar festzulegen, wo sich welche Station zu befinden hat und welche
Seite der Kisten zum Betrachter zeigen soll.
Unter der Übersicht, die die Ordnung
im Schrank wiedergibt, ist ein Plan angebracht, der den Schülern ganz
genau aufzeigt, welche Stationen sich auf welchen Tischen im Klassenzimmer
während der Arbeitsphasen zu befinden haben. Dieser feste Stationsaufbau
wird erst gegen Ende der Lernzirkelarbeit aufgelöst, weil dann viele
Stationen bereits von allen Arbeitsgruppen besucht wurden und es dann sinnlos
ist, Stationen aufbauen zu lassen, die keine Gruppe mehr besucht. Gegen
Ende der Lernzirkelarbeit holt sich also jede Arbeitsgruppe die Station
aus dem Schrank, die sie noch zu bearbeiten hat und räumt diese nach
Arbeitsende sofort wieder in den Schrank zurück, damit sie für
andere Gruppen zugänglich ist.
Aus Abb.1 geht hervor, dass alle Stationen
in doppelter Ausfertigung vorhanden sind. Dies ist deshalb notwendig, damit
ein reibungsloser Ablauf während der Arbeitsphasen gewährleistet
ist und sich keine ständigen Engpässe an einzelnen Stationen
ergeben. Der zusammengefasste Lernzirkel umfasst 4 Stationen zur messbaren
Stofferkennung und 7 Stationen zur Stofftrennung, wobei nicht alle Stationen
verpflichtend sind. Einer entsprechenden Symbolik, die sich auf den Deckblättern
jeder Kiste befindet und auf die ich später näher eingehen werde,
können die Schüler sofort entnehmen, ob es sich bei einer Kiste
um eine Pflicht- oder Wahlstation handelt.
Dieses Ritual, des plangerechten Verteilens
der einzelnen Stationen auf den Tischen und des Einräumens der Stationen
in den Schrank, haben die Schüler schon sehr bald verinnerlicht und
so verläuft der Aufbau und das Einräumen sehr flüssig und
reibungslos.
3.2 Das Bilderbuch
Nachdem alle Kisten durch die Schüler an ihre vorgesehenen Plätze gebracht worden sind, besorgen sich die einzelnen Arbeitsgruppen ihre Bilderbücher, welche in einer Kiste auf dem Lehrerpult bereitgestellt werden. Das Bilderbuch trägt den Titel: „Der kleine Bär und der kleine Tiger entdecken die Chemie“. Diese Bilderbücher begleiten die einzelnen Arbeitsgruppen nun während der gesamten Lernzirkelarbeit und jede Arbeitsgruppe ist für ihr Bilderbuch verantwortlich. Sie werden nach dem Verteilen der Stationen auf den Tischen aus einer bereitgestellten Kiste auf dem Lehrerpult geholt und nach dem Unterricht wieder in die Kiste zurückgelegt. Die Namen der einzelnen Arbeitsgruppen sind auf den Bilderbüchern aufgetragen, so dass es nicht zu Verwechslungen kommen kann. Mit dem Bilderbuch und seiner Handhabung wurden die Schüler bereits in der Einführungsstunde vertraut gemacht. Beim Aufschlagen des Bilderbuches findet man folgende Inhalte:
1. Arbeitsregeln
2. Stationsaufbauübersichtsblatt
3. Symbolerklärung
4. Stationskalender
5. Geschichten
1. Das Bilderbuch ist zweiteilig aufgebaut.
Ein Blatt mit allen Arbeitsregeln enthält zunächst, nützliche
Hinweise zum Umgang und zur Arbeit mit dem Lernzirkel, die bereits in der
Vorbereitungsstunde besprochen wurden.
2. Auch enthält der erste Teil des
Bilderbuches ein Stationsaufbauübersichtsblatt, und zwar dasselbe,
das sich auch an den Innenseiten der Schranktüren befindet. Damit
können sich die Schüler nach einer bearbeiteten Station ständig
im Klassenzimmer orientieren, und eine noch nicht bearbeitete Station gezielt
aufsuchen, ohne ständig zur Schranktür laufen zu müssen
oder planlos im Klassenzimmer herumzuirren.
3. Nach dem Stationsaufbauübersichtsblatt
befindet sich ein Blatt, welches die Symbolik auf den Kisten und den Arbeitsblättern
zu den einzelnen Stationen genau erklärt. Die einzelnen Symbole habe
ich in folgende Gruppen unterteilt:
3a) Symbole, die Aussagen darüber machen, ob die Schüler eine Wahl- oder Pflichtstation bearbeiten. Symbole zur Unterscheidung von Wahl- und Pflichtstationen befinden sich auf den Deckblättern der einzelnen Kisten. Einer Wahlstation gehen immer bestimmte Pflichtstationen voraus. Angaben über die Anzahl der Pflichtstationen findet der Schüler im Stationskalender, auf den ich nachher noch genauer eingehen werde. Wahlstationen wurden von mir deshalb eingerichtet, um schnellere Arbeitsgruppen weiterzubeschäftigen.
3b) Symbole, die Angaben darüber machen, welche Materialien die Schüler zur Bearbeitung der einzelnen Aufgaben benötigen. Diese Art der Symbolik ist nur auf den Aufgabenblättern zu den einzelnen Stationen zu finden. Die Schüler können diesen Symbolen sofort entnehmen, welche Materialien (Laborgeräte) sie zur Bearbeitung der Aufgaben einer Station benötigen, und ob die einzelnen Aufgaben Einträge in ihr Berichtsheft verlangen. Alle Symbole auf den Aufgabenblättern sind in einer Spalte am rechten Blattrand angesiedelt.
3c) Symbole, die die Schüler darauf hinweisen, was sie bei der Bearbeitung der einzelnen Stationen beachten müssen. Dazu zählen Symbole wie:
3d) Symbole, die die Schüler auf Sicherheitsvorkehrungen
(z.B. Schutzbrille) hinweisen, die sie während der Arbeit an den Stationen,
bei einzelnen Aufgaben, beachten müssen. Auch die Symbole zum sicheren
Arbeiten befinden sich nur auf den Aufgabenblättern.
4. Nach der Symbolerklärung folgt
der Stationskalender. Der Stationskalender bildet alle Stationen (Pflicht-
und Wahlstationen) ab. Mit Hilfe des Stationskalenders können die
Schüler die Stationen „abhaken“, die sie bereits bearbeitet haben.
Der Stationskalender gibt den Schülern also einen genauen Überblick
darüber, welche Stationen bereits besucht wurden und welche noch zu
bearbeiten sind. Er wurde von mir, ähnlich einem Weihnachtskalender,
mit Türchen gestaltet. Hinter und unter den Türchen versteckt,
befinden sich Lösungen zu den Aufgaben aus den Aufgabenblättern
der jeweiligen Stationen. Nach Bearbeitung einer Station dürfen die
Schüler das entsprechende Türchen im Kalender öffnen und
die abgedruckten Lösungen mit ihren Lösungen vergleichen. Das
Prinzip der Selbstkontrolle ist damit gewährleistet. Auf jedem Türchen
des Stationskalenders befindet sich außerdem ein SMILY-Gesichtchen,
eine Spalte für kritische Anmerkungen zur Station und eine Spalte
zur Zeiterfassung, die die Schüler ausfüllen müssen. Dem
ausgemalten SMILY-Gesichtchen, kann der Lehrende später entnehmen,
wie den Schülern die Arbeitsaufträge der einzelnen Stationen
gefallen haben. Der Schüler hat außerdem die Möglichkeit,
kritische Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge zu entsprechenden
Station zu machen, die der Lehrende auf jeden Fall beachten sollte. Durch
die Erfassung der Verweilzeiten der einzelnen Gruppen an den verschiedenen
Stationen, kann der Lehrende auf die Arbeitsgeschwindigkeit der einzelnen
Gruppen schließen. Außerdem ist er in der Lage Durchschnittswerte
zu errechnen, die es ihm bei einem weiteren Einsatz des Lernzirkels erlauben,
ungefähre Aussagen über die Bearbeitungsdauer einer Station zu
machen.
Der Stationskalender ist foliert und so können die Türchen nur mit einem wasserfesten Stift ausgefüllt werden. Durch die Folierung ist es möglich, die Eintragungen der Schüler mittels eines entsprechenden Lösungsmittels auszuwischen. Die Stationskalender können deshalb immer wieder eingesetzt werden und müssen nicht vor jedem Einsatz des Lernzirkels aufwendig erstellt werden.
5. Im zweiten Teil des Bilderbuches befinden
sich 9 Geschichten. Die Personen, um die es sich in den Geschichten handelt
heißen „kleiner Tiger“ und „kleiner Bär“ und deshalb trägt
auch mein Bilderbuch den Titel: „Der kleine Tiger und der kleine Bär
entdecken die Chemie“. Es sind Geschöpfe, die der Kinderbuchautor
Janosch erschaffen hat.
Jeder Pflichtstation geht eine dieser
Geschichten voraus. Wahlstationen haben keine Vorgeschichte. Die Schüler
sind verpflichtet beim Besuch einer Pflichtstation diese Geschichten zunächst
zu lesen, bevor sie die Kiste öffnen und sich mit dem Material beschäftigen.
Das Deckblatt jeder Kiste einer Pflichstation
gibt genau Auskunft darüber, welche Geschichte zur jeweiligen Station
gehört. Mit Hilfe eines Inhaltsverzeichnises auf der ersten Seite
des Bilderbuches können die entsprechenden Geschichten dann sehr schnell
gefunden werden.
Die Geschichtsinhalte wurden so verfasst,
dass die Darsteller in den Geschichten stets auf Ereignisse oder Probleme
stoßen. Die Lösungen dazu werden dem Leser vorenthalten. Mit
Hilfe der Materialien in den Kisten wird jede Problemstellung aus den Geschichten
aufgegriffen und erarbeitet. Außerdem ist in einem der Bilder der
einzelnen Geschichten ein chemisches Laborgerät versteckt, dass die
Schüler zunächst suchen und dann etwas vergrößert
in ihr Berichtsheft zeichnen müssen.
Die Geschichten wurden von mir sehr kindlich
und einfach geschrieben. Sie werden einer 8 Klasse nicht mehr voll gerecht
und könnten bei der Durchführung des Lernzirkels auch weggelassen
werden. Ich habe sie aber deshalb konzipiert, weil der Chemieunterricht
in der Sekundarstufe eventuell in den neuen Bildungsplänen, nicht
wie bisher in Klasse 8, sondern schon früher beginnt.
Für die Klassenstufen 5 und 6 wäre
der Einsatz der Geschichten sicherlich sinnvoll, um eine konkrete Problemstellung
zunächst an einer Geschichte zu verdeutlichen, weil der Drang nach
einem Bezug zur bildhaften Anschaulichkeit, bei Schülern der Klassenstufe
5 und 6 noch sehr stark ausgeprägt ist.
Die Geschichten haben außerdem den
Sinn, dass sich die Schüler nach der z. T. aufwendigen Bearbeitung
einer Station, vor dem öffnen der nächsten Stationskiste beim
Lesen der Geschichten entspannen und sich auf die neue Problemstellung
konzentrieren können. Im Sportunterricht würde man im Rahmen
eines Circuit-Trainings von einer lohnenden Pause nach den körperlichen
Belastungsphasen an den Stationen sprechen.
4.1 Stationen des Lernzirkels - Stoffe erkennen (messbare Eigenschaften) -
Station 1: Magnetisierbarkeit
Diverse Metalle und Nichtmetalle werden
mit einem Magneten überprüft!
Station 2: Elektrische Leitfähigkeit
Diverse Metalle und Nichtmetalle werden
auf ihre Leitfähigkeit hin untersucht!
Station 3: Dichte
Die Schüler erhalten zunächst
die Aufgabe die Dichtewerte einzelner Metallwürfel zu bestimmen und
den einzelnen Metallwürfeln mit Hilfe einer Dichtetabelle den richtigen
Namen zuzuordnen. Danach wird der Fragestellung nachgegangen, ob eine Küchengabel
aus reinem Silber ist.
Station 4: Löslichkeit
Die Schüler erhalten zunächst
die Aufgabe mit Hilfe der Löslichkeit drei verschiedene Stoffe zu
identifizieren. Danach wird der Einfluss der Temperatur auf das Löslichkeitsverhalten
von Kaliumnitrat untersucht.
4.2 Stationen des Lernzirkels
- Stoffe trennen -
Station 5: Sortieren
In dieser Kiste befindet sich jede Menge
Müll. Die Aufgabe der Schüler besteht darin, Ordnung zu schaffen
und den Müll in verschiedene Müllsorten einzuteilen.
Station 6: Filtration
Die Schüler erhalten die Aufgabe
zunächst Schmutzwasser herzustellen, um dies dann anschließend
wieder zu reinigen.
Station 7: Adsorption
Die Schüler erhalten die Aufgabe
Wasser rot zu färben und es anschließend wieder zu säubern.
Station 8: Destillation
Die Aufgabenstellung dieser Station besteht
darin, zunächst Wasser mit Salz zu versehen, um anschließend
aus dem Salzwasser, mit dem Verfahren der Destillation, destilliertes Wasser
zu gewinnen.
Station 9: Chromatographie
Die Schüler erhalten die Aufgabe
die Chromatogramme von zwei schwarzen Filzstiften unterschiedlichen Fabrikats
zu untersuchen.
Station 10: Trinkwasserwerk *
Die Schüler sollen mit Hilfe eines
Puzzles und eines Informationstextes ein Kreuzworträtsel lösen.
Station 11: Stoffgemisch *
Bei dieser Station werden den Schülern
keine Vorgaben gemacht, wie sie das Stoffgemisch in seine Bestandteile
auftrennen sollen. Diese Station dient zur Anwendung erworbener Kenntnisse
aus anderen Stationen. Lediglich eine Tabelle mit Stoffdaten zu den einzelnen
Stoffen des Stoffgemisches dient als Hilfe.
(Alle mit einem * versehenen Stationen
sind Wahlstationen und nicht verpflichtend)
5.
Reflexion über die Entwicklung und Erprobung der Lernzirkel
5.1 Persönliche Erfahrungen
Nach der fünfwöchigen Praxisphase in der Schule und dem Durcharbeiten der Berichtshefte der Schüler war ich sehr angenehm überrascht, wie positiv diese offen angelegten Unterrichtsstunden verlaufen sind, und wie zielorientiert oftmals solche Schüler arbeiten, die sich bei (zweifelsohne notwendigen) lehrerorientierten Unterrichtsformen eher reserviert verhalten.
Für das Gelingen einer offen angelegten Arbeitsform wie dem Lernzirkel im Unterricht sind meiner Meinung nach folgende Faktoren von Bedeutung:
Jeder, der sich dazu entschließt Themen des Lehrplans mit offen angelegte Arbeitsformen anzugehen, sollte sich bewusst sein, dass er sehr viel Engagement und Energie in die Vorbereitung, Planung, Ausarbeitung und Fertigstellung zur Verwirklichung seiner Ideen mitbringen muss. Nur wer bereit ist dies zu leisten, sollte sich meiner Meinung nach näher mit offen angelegten Arbeitsformen und deren Umsetzungsmöglichkeiten beschäftigen.
Abschließend möchte ich noch
anmerken, daß meine eigenen Beobachtungen die These stützen,
dass durch selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Lernen - auch im Chemieunterricht
- die Schülermotivation und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung
mit einem Thema noch deutlich gesteigert werden kann. Ich bin der Meinung,
dass auch die folgenden Schülermeinungen aus den Berichtsheften diese
Beobachtungen unterstreichen.
5.2 Schülerkommentare aus den
Abschlussberichten zur Lernzirkelarbeit
Im Abschlussbericht, der im Stile eines Aufsatzes zu verfassen war, sollten die Schüler folgenden Fragestellungen nachgehen:
„... Die Lernzirkelarbeit fand ich sehr gut. Es ist mal etwas anderes, nicht immer die gleiche Form des Unterrichts. Ich könnte mir vorstellen, dass man die Lernzirkelarbeit auch in anderen Fächern anwenden könnte (...) Dass man in Partnerarbeit arbeiten durfte fand ich sehr gut. Auch die Stationen 1,2,6,7,8,9 und 10 fand ich sehr interessant. Mit meiner Gruppenpartnerin verstehe ich mich jetzt besser, als vor der Lernzirkelarbeit...“ (Rebecka, 14 Jahre)
„...Im Großen und Ganzen fand ich die Lernzirkelarbeit eigentlich besser als der normale Unterricht (...) Mir hat an der Lernzirkelarbeit besonders das Erklären des jeweiligen Versuchs gefallen, weil man da auch wirklich was dabei gelernt hat (...) Ich bin durch das sorgfältige Arbeiten und Aufräumen etwas ordentlicher geworden (...) Während der Lernzirkelarbeit war ich weder überfordert noch gelangweilt (das war genau die richtige Mischung, wie ich finde). Das sie nicht so in den Unterricht eingegriffen haben, fand ich schon richtig, denn wir sind jetzt immerhin schon in der achten Klasse und müssen so etwas auch mal alleine lösen können...“ (Mario, 15 Jahre)
„... Der Lernzirkel „Stoffe erkennen/Stoffe trennen“ hat mir sehr gut gefallen. Die organisatorischen Vorgaben haben sie uns vor der Lernzirkelarbeit sehr verständlich erklärt. Bei der Lernzirkelarbeit hat mir besonders gut gefallen, dass man in eigener Regie arbeiten kann und nicht so sehr vom Lehrer abhängig ist. Die Geschichten vor Arbeitsbeginn haben das Ganze abwechslungsreich und lustig gemacht (...) Bei der Lernzirkelarbeit habe ich viel Neues und Interessantes gelernt, z. B. wie man Wasser reinigen kann und was Chromatographie ist. Die Gruppenarbeit mit meiner Partnerin hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Es wäre sicherlich nicht so schön gewesen, wenn wir alleine arbeiten hätten müssen. Mit meiner Gruppenpartnerin verstehe ich mich nach der Lernzirkelarbeit viel besser. Die Lernzirkelarbeit war sehr lustig, interessant und spannend und man merkte, dass sie sich viel Mühe gemacht hatten, um das Ganze so perfekt zu machen. Bei den verschiedenen Versuchen war ich weder überfordert noch gelangweilt. Die Informationstexte, Aufgaben und Bilder auf den Aufgabenblättern waren sehr verständlich (...) Die Gestaltung der einzelnen Stationen und des Bilderbuchs war sehr ansprechend (...) Als Lehrer würde ich den Lernzirkel und seine Stationen so lassen wie sie sind. Es war nämlich sehr, sehr schön...“ (Bärbel, 14 Jahre)
„... Im Großen und Ganzen fand ich den Lernzirkel sehr gut. Schon die Idee war toll. Der Aufwand war wahrscheinlich riesig und es fanden sich auch nirgends fehlerhafte oder unverständliche Fragen oder Informationen. Die Idee mit dem Bilderbuch war auch sehr gut, und das Geschichtenlesen war auch sehr entspannend zwischen den einzelnen Stationen (...) Die Idee mit den in den Bildern versteckten Laborgeräten war auch gut. Man hat dabei die vielen Namen der einzelnen Laborgeräte gelernt. Der Einfall mit der Gruppenarbeit war auch nicht schlecht, man hat sich dabei gegenseitig ergänzt. Das Niveau war genau richtig, nicht zu schwer und nicht zu leicht...“ (Simon, 15 Jahre)
„...Der Lernzirkel war gut ausgearbeitet und auf den Arbeitsblättern in den Schachteln war alles schön erläutert (...) Die Arbeit mit einem Partner machte mir sehr viel Spaß, weil es mit jemand zusammen einfach schöner ist (...) Alle Informationen, Aufgaben und Bilder waren sehr gut zu verstehen. Sie waren alle gut beschriftet und erklärt. Hilfe hatten wir dadurch nur sehr selten nötig, aber wenn wir welche brauchten waren sie immer zur Stelle (...) Das Lernspiel am Schluß war durch seine Einfachheit zwar nicht sehr spannend, aber wir konnten uns prüfen ob wir alles behalten konnten, was wir gelernt haben (...) Mir hat es besonders gut gefallen, dass wir wieder mal etwas anderes gemacht haben, als nur da in Reih und Glied zu sitzen und dem alltäglichen Trott zu folgen...“ (Alexander, 14 Jahre)
„...Ich finde, dass die Vorbereitungen
der Lernzirkelarbeit sehr gut erstellt worden sind und auch die Erklärungen
vor dem Lernzirkel verständlich und ausführlich besprochen worden
sind (...) Ich habe vieles gelernt: z. B. welche Stoffe magnetisch sind
oder eine elektrische Leitfähigkeit haben, was Adsorption ist und
was Aktivkohle bewirkt, was Destillation und Chromatographie ist und besonders,
wie man einen Versuch richtig durchführt...“ (Tina, 14 Jahre)
6.
Schlussbemerkungen
Ein Ziel des Chemieunterrichts ist es, die Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Außerdem kommt es im Chemieunterricht darauf an, den Lernenden, die später beruflich nicht mehr direkt mit der Chemie zu tun haben werden, die Chemie einschließlich chemischer Denk- und Arbeitsweisen nahezubringen und dabei auch die kulturelle Bedeutung der Chemie und des chemischen Wissens bewusst zu machen. Der Chemieunterricht hat also pädagogisch gesehen vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Mit dieser Arbeit habe ich das Ziel verfolgt, bereits im Anfangsunterricht eine Arbeits- und Lernform im Chemieunterricht einzusetzen, dass das Interesse möglichst vieler Schüler trifft und die Schüler durch Selbsttätigkeit mehr in den Unterricht einbindet. Ich denke, dass die Schülerkommentare, die Intensionen die ich mit dieser Arbeit verfolgt habe eindrucksvoll unterstreichen.
Nach Abschluss einer durchgeführte
Lernzirkelarbeit ist es meiner Meinung nach für einen wirklichen Lernerfolg
sehr wichtig, die Arbeit an den Stationen nicht als solche stehen zu lassen
und sich sofort dem nächsten Themenkomplex zuzuwenden. Es ist nun
vielmehr Aufgabe des Lehrenden die zu erarbeitenden Problemstellungen der
einzelnen Stationen noch einmal gemeinsam mit den Schülern durchzugehen,
um Missverständnisse durch Rückfragen auszuräumen,
vorhandenes Wissen zu festigen und durch neue Anwendungsbeispiele zu vertiefen.
Dabei sollte der Lehrende darauf achten, die Bedeutung der Problemstellungen
aus den Stationen für das Leben der Schüler herauszustellen und
ihnen weitere Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Verfahren aufzeigen.
Ferner möchte ich allen, die diese
Arbeit lesen und sich entschließen meinen Lernzirkel im Unterricht
auszuprobieren (Inhalte dazu auf einer CD-ROM erhältlich) bitten,
zunächst ihre eigene Position als Lehrperson zu überdenken. Es
macht meiner Meinung nach wenig Sinn, meine Gedanken zu übernehmen,
ohne sich vorher kritisch damit auseinandergesetzt zu haben. Für ein
Gelingen einer offen angelegten Unterrichtsform ist es unbedingt erforderlich,
dass der Lehrende auch hinter der Methode steht und diese mit seiner Auffassung
von Unterricht vereinbaren kann. Die Schüler werden sonst sehr schnell
merken, dass dem Lehrenden diese Methode eigentlich gar nicht am Herzen
liegt. Letztendlich liegt es an der Persönlichkeit jedes einzelnen
Lehrers eine für sich ansprechende Art des Unterrichtens für
sich und seine Schüler zu finden.
Sollten Sie Anregungen, Ideen oder kritische Beiträge zu den von mir vorgestellten Lerzirkeln haben, dann schreiben Sie mir doch bitte. Alle für die Durchführung der Lernzirkel im Unterricht benötigten Materialien (Bilderbuch, Stationskalender, Arbeitsblätter etc.) sind auf einer CD-ROM von mir gegen eine geringe Gebühr erhältlich.
Meine Addresse:
Alexander Maier
Mozartstr. 6
78570 Mühlheim/Stetten
Tel.: 07463/7144
7.
Literaturverzeichnis
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