Startseite >>> Calcit >>> Calcit in Lebewesen
 
Calcit in Lebewesen
Auf der CD-ROM können die Bilder vergrößert werden (>Beispiel)
 
vergrößerte Ansicht
Bild 1: Oberschenkelknochen (Querschnitt)
 
Bei den Lebensformen auf der Erde ist der Kalk, bzw. Calcit und Aragonit am Aufbau vieler Organe beteiligt, z.B. beim Aufbau von Knochen, Zähnen und Schalen vieler Tierarten. Die Knochen der Wirbeltiere bestehen zu etwa zwei Dritteln aus Mineralsubstanz (Calciumphosphat und Calciumcarbonat) und zu einem Drittel aus organischer Substanz (Gerüsteiweiße und Fette). Letztere sind für die Elastizität der Knochen verantwortlich, die Mineralsubstanz bewirkt die Druckfestigkeit. Die Zähne des Menschen enthalten in ihrem Inneren eine knochenähnliche Substanz, während der äußere Zahnschmelz aus dem härteren Apatit gebildet wird. Die Schalen von Vogel- und Reptilieneiern bestehen zu 90% aus Kalk, bzw. Calcit und ermöglichen ein perfektes System bei der Entwicklung von Leben.
 
vergrößerte Ansicht
vergrößerte Ansicht
Bild 2: Gehäuse der Purpurschnecke
Bild 3: Gelbe Hornkoralle
 
 
Auch die Schalen von Muscheln und Schnecken sind überwiegend aus Kalk aufgebaut. Viele Gebirge wurden aus den Schalen dieser ehemaligen Meeresbewohner aufgebaut. Korallen bauen mächtige Bäume und Korallenriffe, die ebenfalls am Gebirgsaufbau beteiligt sind. Die Korallenbänke werden von den winzigen Korallentierchen (Polypen) bewohnt, die ein äußeres Skelett aus Kalk ausscheiden und sich somit einen Wohnsitz schaffen. Bei der versteinerten Koralle (Bild 4) sind diese Wohnsitze als kleine Vertiefungen mit dem bloßen Auge erkennbar. Die rote Edelkoralle ist sehr begehrt und wird zu Schmuck verarbeitet. Ihre rote Farbe wird durch Eisenoxid verursacht.
 
vergrößerte Ansicht
Bild 4: Weiße Hornkoralle mit Vertiefungen (Wohnsitze)
 
 
Die Seeigel gehören zur Familie der Stachelhäuter. Manchmal finden sich am Meeresstrand Skelette von abgestorbenen Seeigeln. Das Seeigel-Skelett liegt direkt unter dem Stachelkleid. Das Treten auf die Stacheln kann übrigens zu sehr schmerzhaften Wunden führen.
 
vergrößerte Abbildung
 
Bild 5: Seeigel mit ausgefahrenem Stachelkleid
 
 
Betrachtet man das Gehäuse der Seeigel, erkennt man zahlreiche Einzelplatten, von denen jede - wie das Stachelkeid auch - aus einem Calcit-Einkristall besteht:
 
vergrößerte Abbildung
vergrößerte Abbildung
Bild 6: Calcithaltige Skelette zweier Seeigel, 
ohne Stachelkleid und Innereien, 
Fundort: Am Strand von Formentera
Bild 7: Querschnitt eines versteinerten Seeigels, 
mit Mundwerkzeug und Kiemen,  
Präparation: A. Musolino/Cressier/CH
 
 
Copyright: T. Seilnacht
 www.seilnacht.com