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Zinnober, Cinnabarit
 
Fundort: Chatian Mine Provinz Hunan, China
Kurzportrait Der Name dieses leuchtend roten und weichen Minerals leitet sich vom griechischen Wort kinnabari ab, damit ist das blutrot gefärbte Harz des Drachenblutbaumes gemeint. Zinnober war bereits den Griechen und Römern bekannt (lat. cinnabaris). Die Römer bauten das rote Erz in Almadén in Spanien in großen Mengen ab, sie verwendeten das gemahlene Mineral als rotes Pigment für Wandmalereien. Zinnober ist heute noch ein bedeutendes Erz zur Gewinnung von Quecksilber und dessen Verbindungen.
Formel (Familie) HgS  (Sulfide)
Farbe zinnoberrot, bräunlich, ziegelrot, durch Verunreinigungen auch schwarz
Strich und Glanz zinnoberrot; Diamantglanz, auch Metallglanz
Härte und Dichte 2 - 2,5 (Mohs); 8,1 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch vollkommen, Bruch uneben, splittrig
Kristallsystem und Formen trigonales System; Basispinakoid, Prismen, Rhomboeder, Dipyramiden, Trapezoeder, auch Zwillinge
Aggregate meist einzelne Kristalle; derb, körnig, massig
Nachweis nur in Königswasser löslich, verflüchtigt sich vor dem Lötrohr ohne Rückstand (Achtung giftige Quecksilberdämpfe!), beim Erhitzen im Reagenzglas Quecksilberbeschlag
Fundorte (Auswahl) Tongren Mine in der Provinz Guizhou/China, Chatian Mine in der Provinz Hunan/China, Almadén/Spanien, Monte Amiata in der Toskana/Italien, Vellachtal und Stockenboi in Kärnten/Österreich