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Realgar,
Rauschrot
Fundort:
Grube Lengenbach/Binntal/Wallis
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| Kurzportrait |
Der rote Realgar wurde wie
das gelbe Auripigment schon von den Ägyptern
gemahlen und als Pigment beispielsweise
für Schminkstifte eingesetzt. Benannt ist das rote Mineral nach dem
arabischen Begriff rahj al ghar (Minenpulver). Unter Lichteinfluss
zerfällt der Realgar zu Auripigment, Arsen(III)-oxid
und weiterer Arsensulfide. Realgar dient als Erz zur Herstellung von Arsen.
Das Arsen-Mineral ist sehr toxisch und darf nur unter Verschluss aufbewahrt
werden. Arsenhaltige Mineralien dürfen heute nicht mehr zur Farbenherstellung
verwendet werden. |
| Formel
(Familie) |
AsS
(Sulfide) |
| Farbe |
rot, orange |
| Strich
und Glanz |
orangegelb; Diamantglanz,
auf Bruchflächen Fettglanz |
| Härte
und Dichte |
1,5-2 (Mohs); 3,5 g/cm3 |
| Spaltbarkeit
und Bruch |
gut, Bruch muschelig, splittrig |
| Kristallsystem
und Formen |
monoklines
System; Pinakoide, Prismen, oft kurzprismatisch |
| Aggregate |
Kristalle; körnig,
derb |
| Nachweis |
stark giftig (!), zersetzt
sich in Königswasser unter Schwefelabscheidung, schmilzt vor dem Lötrohr
und zersetzt sich unter Knoblauchgeruch, Marshprobe auf Arsen |
| Fundorte
(Auswahl) |
Binntal/Wallis, Rollenberg
bei Bruchsal/Baden-Württemberg, Cavnic/Rumänien, Minen in Huanzavelica/Peru,
Minen in Hunan/China |