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Proustit 
Lichtes Rotgültigerz
 
Fundort: Pöhla, Erzgebirge/Deutschland
Kurzportrait Der sehr weiche Proustit gehört wie der Pyrargyrit zu den Silbererzen. Der französische Chemiker Joseph Louis Proust (1764-1826) bewies im Jahre 1804, dass sich der Proustit vom ähnlichen Pyrargyrit chemisch unterscheidet. Nach ihm ist das Mineral benannt. Der Proustit enthält Arsen- statt Antimon-Atome, sein Rot erscheint heller. Das Mineral entwickelt rote, langgezogene Kristalle, die auch zu Zwillingen verwachsen sein können. Unter dem Einfluss von Licht dunkelt der Proustit nach, da sich ein feiner Überzug von oxidiertem Silber bildet. 
Formel (Familie) Ag3AsS3  (Sulfide)
Farbe hellrot, zinnober (dunkelt nach)
Strich und Glanz rot; Diamantglanz
Härte und Dichte 2 - 2,5 (Mohs); 5,55 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch deutlich; Bruch muschelig
Kristallsystem und Formen trigonales System; Prismen, Pyramiden
Aggregate Kristalle langprismatisch oder flächenreich; derb, massig, krustig als Überzug, dendritisch
Nachweis rote Strichfarbe heller wie Pyrargyrit, schmilzt vor dem Lötrohr unter Arsengeruch und bildet weißes Silberkorn, dunkelt am Licht durch Silberausscheidung nach (dunkel aufbewahren!), löst sich in Salpetersäure (Zinnober nur in Königswasser)
Fundorte (Auswahl) Erzgebirge/Deutschland, Poorman Mine in Idaho/USA, Guanajuato und Zacatecas/Mexiko