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Leucit
 
Fundort: Roccamonfina, Caserta, Campanien/Italien
Kurzportrait Leucit ist ein Mineral, das früher als Kalidünger eingesetzt wurde und heute noch als Erz zur Gewinnung von Kalium und Aluminium verwendet wird. In der Zahnmedizintechnik dient es als Rohstoff zur Herstellung von keramischen Zahnkronen. Der Leucit hat eine eigene Kristallform erfunden: Die Leucitoeder sind daher bei Sammlern begehrt. Die Namensgebung erfolgte nach dem griechischen Wort leukos (hell, weiß). Der Leucit wird gerne auch zur Herstellung von hellen Schmucksteinen eingesetzt.
Formel (Familie) KAlSi2O6  (Silicate)
Farbe weiß, farblos, gelblich, gräulich
Strich und Glanz weiß; Glasglanz
Härte und Dichte 6 (Mohs); 2,5 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch keine; Bruch muschelig
Kristallsystem und Formen tetragonales System (bis 665°C), kubisches System (über 665°C); Würfel, Rhombendodekaeder, Ikositetraeder, Hexakistetraeder, typisch: "Leucitoeder" (siehe Foto)
Aggregate Kristalle; körnig
Nachweis in Salzsäure löslich, unter Ausfällung von Kieselsäure, schmilzt nicht vor dem Lötrohr, wandelt sich an der Luft allmählich nach Orthoklas um (Pseudomorphosen Leucit nach Orthoklas)
Fundorte (Auswahl) in basischer Lava, Leucit-Basalt; Campanien/Italien oder Vesuv/Italien