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Kryolith
 
 Fundort: Mont Saint-Hillaire/Kanada
Kurzportrait Der Kryolith wurde von Peder Christian Aildgard (1740-1801) erstmals in Ivigtut in Grönland um 1799 gefunden. Er benannte das Mineral nach den griechischen Wörtern kryos (Eis) und lithos (Stein). Kryolith ist ein bedeutendes Flussmittel bei der Schmelzflusselektrolyse zur Herstellung von Aluminium. Als Zusatz bei der Glas- und Emailherstellung erzeugt das Mineral erwünschte Trübungen. Kryolith ist aus Natriumaluminiumfluorid aufgebaut, er wird künstlich aus Hexafluorokieselsäure hergestellt. Beim Verschlucken von Stücken oder beim Einatmen von Kryolithstaub können Vergiftungssymptome auftreten. Mineralproben sollten in einer geschlossenen Dose aufbewahrt werden.
Formel (Familie) Na3AlF6  (Halogenide)
Farbe farblos, weiß, bräunlich, rötlich, gräulich, violett
Strich und Glanz weiß; Glasglanz
Härte und Dichte 2,5 (Mohs), 2,96 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch keine, Bruch uneben
Kristallsystem und Formen monoklines System, Pinakoide, Prismen
Aggregate Kristalle eher selten, auch pseudokubisch, derb, spätig, körnig, massig
Nachweis eisartiges Aussehen, in konzentierter Schwefelsäure löslich, schmilzt leicht vor dem Lötrohr, schmilzt sogar in der Streichholzflamme, orangegelbe Flammenfarbe (Natrium), beim Erhitzen im Glasröhrchen Ätzung (Nachweis auf Fluor)
Fundorte (Auswahl) Ivigtut/Grönland, Pikes Heak/Colorado/USA, Mont Saint-Hilaire/Kanada