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Iodargyrit
 
Fundort: Grube Schöne Aussicht, Dembach/Rheinland Pfalz
Kurzportrait Die Benennung des Iodargyrits erfolgte nach den Elementen Iod und Silber. Das griechische Wort ioeides bedeutet "violett" und der zweite Teil ist nach dem lateinischen Wort für Silber argentum benannt. Der sehr weiche Iodargyrit ist aus Silberiodid aufgebaut. Der ähnliche Chlorargyrit dagegen aus Silberchlorid. Durchscheinende Kristalle des Minerals laufen an der Luft gelb an. Das Iod-Mineral wurde erstmals im Jahr 1859 in der Albarradón Mine in Mexiko gefunden. Zur Gewinnung von Iod hat es kaum eine praktische Bedeutung, da es nicht häufig genug vorkommt.
Formel (Familie) AgI  (Halogenide)
Farbe gelb, weiß, farblos, grünlich, bräunlich
Strich und Glanz weiß, gelbgrün oder bräunlich; Diamant- bis Fettglanz
Härte und Dichte 1,5 - 2 (Mohs); 5,7 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch vollkommen, Bruch muschelig
Kristallsystem und Formen hexagonales System; Prismen
Aggregate Kristalle; Rosetten, tafelig, derb, dicht, körnig, blättrig
Nachweis schmilzt bei etwa 550°C, hinterlässt vor dem Lötrohr ein Silberkorn; löst sich nicht in Wasser, dafür in konzentrierter Ammoniaklösung
Fundorte (Auswahl) Pinnacles Mine, Broken Hill/Australien; Grube Schöne Aussicht, Dembach/Deutschland; Albarradón Mine, Mun. de Concepción del Oro, Zacatecas/Mexiko