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Epidot
 
Fundort: Huancavelica/Peru
Kurzportrait Das Mineral Epidot kommt in den alpinen Klüften relativ häufig vor und findet sich dort in grünlichen, flächig ausgebildeten Kristallen. Der französische Mineraloge René Hauy (1753-1822) benannte das Mineral nach dem griechischen Wort epidosis (Addition). Er erkannte im Jahr 1801 bei Untersuchungen von Epidoten aus Le Bourg d'Oisans in Frankreich als erster, dass der Epidot kein Turmalin ist, sondern ein eigenständiges Mineral. Der Name könnte sich aber auch auf die Kristallform beziehen: Epidot bildet gerne langgestreckt prismatische oder tafelige Kristalle, die oft in abgeschrägten oder zugespitzten Pyramiden enden. Es existieren zahlreiche Varietäten, beispielsweise der Beryllium-Epidot, der Chrom-Epidot oder der rötlich undurchsichtige Withamit, der Mangan-Atome enthält.
Formel (Familie) Ca2(Fe3+,Al)3(SiO4)3(OH)  (Silicate)
Farbe dunkelgrün, schwarzgrün, gelblich, bräunlich, rötlich
Strich und Glanz grau; Glasglanz
Härte und Dichte 6 - 7 (Mohs); 3,3 - 3,5 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch vollkommen; Bruch muschelig, uneben, splittrig
Kristallsystem und Formen monoklines System; Pinakoide, Prismen
Aggregate gestreckte Kristalle, stängelig, nadelig, spätig, derb
Nachweis in Säuren schwer löslich, schmilzt vor dem Lötrohr zu einer braunen, magnetischen Schlacke
Fundorte (Auswahl) weit verbreitet in den Gebirgen, Knappenwand/Untersulzbachtal/Österreich, Le Bourg d'Oisans/Frankreich, Gilgit/Pakistan, Atlasgebirge/Marokko, Prince of Wales Island/Alaska, Peru, Ural (gelber, roter und grüner Epidot als Varietät Puschkinit), u.a.