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Bournonit, Rädelerz
 
Fundort: Cerro de Pasco, Peru
Kurzportrait Der Bournonit ist ein bedeutendes Kupfererz, aus dem auch Blei und Antimon gewonnen werden kann. Es kommt oft vermischt mit anderen Kupfererzen vor. Benannt ist es nach dem französischen Mineralogen Jacques Louis Bournon (1751-1825), der das Mineral im Jahr 1804 bestimmte. Entdeckt wurde es in der Wheal Boys Mine in Cornwall/England. Da die Kristalle oft an Zahnräder erinnern, nannten es die Bergleute früher Rädelerz. 
Formel (Familie) PbCuSbS3 (Sulfide) 
Farbe grau glänzend, bläulich oder gelblich angelaufen
Strich und Glanz grau; Metallglanz
Härte und Dichte 2,5 - 3 (Mohs); 5,8 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch unvollkommen; Bruch uneben bis muschelig
Kristallsystem und Formen orthorhombisches System; Prismen, Pyramiden
Aggregate Kristalle dicktafelig, zahnradähnlich, oft Zwillinge, derb, körnig
Nachweis schmilzt vor dem Lötrohr leicht, dabei bildet sich ein Kügelchen aus Blei und Kupfer und es entsteht ein Rauch aus Antimon; in Salpetersäre löst es sich unter Ausfällung von Schwefel und Antimon(III)-oxid; typisch sind auch die Kristalle, die an Zahnräder erinnern
Fundorte (Auswahl) Wheal Boys Mine und andere Fundstellen in Cornwall/England, Potosi/Bolivien, Cerro de Pasco/Peru, Erzgebirge und Harz/Deutschland, Kärnten/Österreich