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Anglesit
 
Fundort: Tuigit/Marokko
Kurzportrait Das Mineral Anglesit wird gelegentlich als Erz zur Gewinnung von Blei verwendet. Das Mineral ist nach der Insel Anglesey in Wales benannt, wo es um 1779 erstmals entdeckt wurde. Reiner Anglesit ist glasartig und farblos, durch Beimengungen kann er gelbliche oder grünliche Farbtönungen annehmen. Das Mineral ist weich und lässt sich mit einer Kupfermünze ritzen. Die Dichte ist im Vergleich zum ähnlichen Baryt deutlich höher. 
Formel (Familie) PbSO4  (Sulfate)
Farbe farblos, weiß, gelblich (durch Bleiglanzeinschlüsse), grau, schwärzlich
Strich und Glanz weiß; Diamantglanz, Fettglanz, Glasglanz
Härte und Dichte 3 (Mohs); 6,3-6,4 g/cm3
Spaltbarkeit und Bruch deutlich, Bruch muschelig
Kristallsystem und Formen orthorhombisches System; Pinakoide und Prismen
Aggregate Kristalle; feste, körnige, erdige Massen, in Hohlräumen als Drusen
Nachweis in heißer, konzentrierter H2SO4 löslich, vollständig in Kalilauge löslich, dadurch Unterscheidung von Baryt und Coelestin, die nicht löslich sind. Schmilzt vor dem Lötrohr und wird rissig. Mit Soda bildet sich in der Reduktionszone ein Bleikorn.
Fundorte (Auswahl) in der Oxidationszone von Bleilagerstätten, z.B. in Freiberg/Sachsen oder in Tuigit/Marokko