Bild
vergrößern
|
Anatas
Fundort:
Binntal/Wallis
|
| Kurzportrait |
Das Mineral Anatas kristallisiert
im tetragonalen Kristallsystem, häufig bilden
sich dipyramidale, langgezogene Kristalle aus, die Oktaedern ähneln.
Daher war früher auch die Bezeichnung "Oktaedrit" verbreitet. Die
Benennung erfolgte nach dem griechischen Wort anatasis ("Verlängerung",
"Dehnung"), da die Dipyramiden oft stark in die Länge gezogen sind.
Reiner Anatas ist weiß oder farblos, die dunklen Färbungen werden
durch Fremd-Atome erzeugt. Im Gegensatz zu den anderen Titanerzen wie Ilmenit
oder Rutil besitzt der Anatas nur eine untergeordnete
technische Bedeutung zur Gewinnung von Titan.
Weißes, ganz reines Anataspulver dient zur Herstellung des Pigments
Titanweiß. |
| Formel
(Familie) |
TiO2
(Oxide) |
| Farbe |
schwarz, bläulich,
rötlich, grünlich, bräunlich, gelblich |
| Strich
und Glanz |
farblos, bräunlich;
Metallglanz, Diamantglanz, Fettglanz |
| Härte
und Dichte |
5,5 - 6 (Mohs); 3,8 - 3,9
g/cm3 |
| Spaltbarkeit
und Bruch |
deutlich; Bruch uneben,
muschelig |
| Kristallsystem
und Formen |
tetragonales
System; Pinakoide, Prismen, Dipyramiden |
| Aggregate |
meist aufgewachsene Kristalle;
Körner |
| Nachweis |
typische Kristalle; in Säuren
unlöslich, nicht schmelzbar vor dem Lötrohr |
| Fundorte
(Auswahl) |
in alpinen Klüften,
z.B. im Binntal/Wallis oder in Hardangervida/Norwegen |