Früher ordnete man der organischen Chemie
nur diejenigen Stoffe zu, die von der Natur aufgebaut werden können
(Berzelius 1808). Später wurde der Begriff auf die Chemie des Kohlenstoffs
und dessen Verbindungen ausgedehnt. Heute sind ca. 10 Millionen organische
Stoffe bekannt. Die organische Chemie umfasst alle Kohlenstoffverbindungen
mit Ausnahme der wasserstofffreien Chalkogenide (z.B. Kohlenstoffmonoxid,
Kohlenstoffdioxid und Schwefelkohlenstoff) und deren Verbindungen (Kohlensäure,
Carbonate), sowie der Carbide und Metallcarbonyle. Stoffe, die nur aus
Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen aufgebaut sind, heißen Kohlenwasserstoffe.
Die Benennung der Stoffe erfolgt durch die von der IUPAC international
festgelegten Nomenklatur.