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Das Wort Ether (veraltet
Äther) ist von dem griechischen Wort aither abgeleitet, was
so viel wie "obere Luft" oder "Feuerluft" bedeutet. Oft ist mit dem Wort
der Diethylether gemeint, der früher
als Narkosemittel verwendet wurde. In der Chemie zählen die Ether
jedoch auch zu einer organischen Stoffgruppe. Bei den Ethern ist ein Sauerstoff-Atom
mit zwei organischen Resten verbunden, nach der allgemeinen Formel R1-O-R2.
Beim Diethylether sind an das Sauerstoff-Atom zwei Ethylreste angehängt.
Es existieren auch ringförmige Ether wie die Lösungsmittel Tetrahydrofuran
(THF) und Dioxan:
Eigenschaften Diethylether und Butanol besitzen die gleiche Summenformel, aber unterschiedliche Strukturformeln und funktionelle Gruppen. Man spricht daher von einer Funktions-Isomerie. Im Gegensatz zu einem Alkohol wie Ethanol sind die Ether nicht wasserlöslich, da sie keine Wasserstoffbrücken ausbilden. Daher sind auch ihre Siedepunkte niedriger als die der entsprechenden Alkohole. Von Laugen und verdünnten Säuren werden sie nicht angegriffen. Salpetersäure und Oxidationsmittel oxidieren die Ether. Mit Luft entstehen explosive Ether-Luft-Gemische. Beim längeren Stehen an der Luft oder mit Sauerstoff reagieren sie zu hochexplosiven Peroxiden (siehe >Diethylether). Die Ether wirken narkotisch und sind an ihrem typischen Ethergeruch zu erkennen. Herstellung Zur Herstellung der Ether sind mehrere Verfahren von Bedeutung. Bei der Einwirkung von konzentrierter Schwefelsäure auf ca. 130°C heißen Alkohol entsteht unter Wasserabspaltung der Ether. Diese Reaktion wird auch als "Meerwein-Reaktion" bezeichnet: ![]() Eine ähnliche Reaktion findet auch bei ca. 300°C am Aluminiumoxid-Kontakt statt. Dann ist die Ausbeute aber geringer. Bei der Williamson-Synthese wird ein Alkalialkoholat wie Natriummethylat mit einem Halogenalkan wie Iodmethan umgesetzt. Je nach Alkoholat und Alkylgruppe lassen sich die unterschiedlichsten Ether herstellen. Bei dem dargestellten Beispiel entsteht Dimethylether und Natriumiodid: Verwendung Ether stellen im Labor wichtige Lösungsmittel für Extraktionen dar. Aufgrund der möglichen Explosionsgefahren werden sie heute jedoch oft durch andere Mittel ersetzt. Auch der Einsatz als Narkosemittel ist heute nicht mehr verbreitet (siehe auch >Diethylether). |
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