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Die Herstellung von Salzen
 
Geräte: 
Brenner, 2 Stative + Klemmen, 
Gasentwicklungsgerät und Ableitung, 
Standzylinder mit Abdeckung, 
Reagenzglas, Tiegelzange
Stoffe: 
Salzsäure konz.  R34  R37  S26  S45  E2 
Kaliumpermanganat  R8  R22  E1  E6 
Brom  R26  R35  S7/9  S26  S45  E16 
Eisenwolle, Aluminiumfolie
 
Hinweise:
 
Konzentrierte Salzsäure, Chlor und vor allem reines Brom sind Gefahrstoffe mit einem erheblichen Gefahrenpotential. Es ist gut zu überlegen, ob diese Versuch überhaupt durchgeführt werden sollten  (vgl. S61). Die entsprechenden RS-Sätze und die Datenblätter für diese Stoffe sind zu studieren. Chlorgas und Salzsäuredämpfe verätzen die Atemwege und können auch tödlich wirken. Aufgrund der Giftigkeit des Chlors ( R23  R36/37/38  R50  S9  S45  S61  E16 ) darf die Chlorherstellung nur in einem gut funktionierenden Abzug durchgeführt werden. Die Abzugscheibe sollte erst nach einer Weile hochgezogen werden, so dass alles restliche Chlor abgesaugt ist. Bei allen Arbeiten ist eine Schutzbrille unbedingt erforderlich. Flüssiges Brom darf nur mit Schutzhandschuhen im Abzug umgefüllt werden. Brom erzeugt auf der Haut schwer heilende Verätzungen.
 
 
Vorbereitende Arbeiten: 
 
1.) Eine Gasentwicklungsapparatur zur Chlorherstellung wird im Abzug wie auf der Zeichnung angegeben aufgebaut. Normschliffgeräte und ein Gasentwickler mit Druckausgleich sind empfehlenswert, da das Chlor Stopfen und Gummiteile angreift. Der Boden des Standzylinders sollte mit einer dünnen Schicht Sand bedeckt werden. 
 
2.) Zur Füllung von zwei Standzylindern werden etwa 20ml konzentrierte Salzsäure im Tropftrichter und 3 Teelöffel Kaliumpermanganat im Erlenmeyerkolben benötigt. Zur Sicherheit füllt man zwei Standzylinder mit Chlor und bedeckt sie mit einer Abdeckplatte. 
 
3.) Die mit Chlor gefüllten Zylinder werden mit einer Abdeckplatte versehen und zur Seite gestellt. 
 
 
Versuch 1: Die Reaktion von Eisen und Chlor 

Durchführung des Versuchs: 
 
4.) Ein Büschel Eisenwolle wird mit einer Tiegelzange gefasst und am äußersten Ende mit der Brennerflamme zum Glühen gebracht. Danach hält man die glühende Eisenwolle sofort in einen mit Chlorgas gefüllten Zylinder. 
 
Beobachtung: 
 
Die Eisenwolle glüht auf und verbrennt im Chlor unter Bildung eines braun-gelben, stark aufquellenden Rauchs. 
 
Nach Ende der Reaktion ist die Wand des Zylinders braun-gelb beschlagen. Die Eisenwolle hat sich zu einer braun-gelben Masse umgewandelt. 
 

 
 
Versuch 2: Die Reaktion von Aluminium und Brom 
 
Durchführung des Versuchs: 
 
1.) Ein Reagenzglas wird im Abzug in ein Stativ gespannt und 1cm hoch mit flüssigem Brom befüllt. 
 
2.) Das Brom wird mit Hilfe eines Brenners leicht erhitzt. 
 
3.) In das Reagenzglas wird ein 10cm langes und dreifach gefaltetes Stück Aluminiumfolie hineingeworfen. Vorsicht! die Reaktion kann explosionsartig erfolgen (Abzug gut geschlossen halten!). 
 
Beobachtung: 
 
Das Aluminiumblech verbrennt unter hellen Feuerwerkserscheinungen im flüssigen Brom. Dabei werden heiße, glühende Aluminiumteilchen aus dem Reagenzglas herausgeschleudert. 
 
 
 
Theorie:
 
Die Metalle reagieren in einer stark exothermen Reaktion mit den Halogenen unter Bildung der entsprechenden Salze:
 
Eisen       +       Chlor      ---------->      Eisenchlorid
Aluminium       +       Brom      ---------->      Aluminiumbromid