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| Eigenschaften:
Natriumchlorid besitzt den typischen Salzgeschmack und wird deshalb in vielen Lebensmitteln zum Würzen verwendet. Es gehört zur Familie der Chloride (Salze der Salzsäure) und ist sehr gut wasserlöslich. Beim Verdunsten der Lösung kristallisiert es in farblosen Würfeln aus. Die Würfelform ist durch die regelmäßige Anordnung der Ionen im Ionengitter erklärbar. Löst man Kochsalz in Wasser, zerfällt das Ionengitter zu einzelnen Ionen (Na+, Cl-), welche dann in der Salzlösung vorhanden sind. Dies erklärt die elektrische Leitfähigkeit einer Salzlösung. |
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Vorkommen:
Kochsalz ist in der Natur ein viel verbreiteter Stoff. Meerwasser enthält
3% Kochsalz, oft ist es auch in unterirdischen Steinsalzlagern abgelagert,
die sich aus ehemaligen Meeren gebildet haben:

In einem Liter menschlichem Blut sind 9g Kochsalz vorhanden, insgesamt
finden sich im Körper jedes Menschen etwa 200g. Kochsalz gehört
zu den lebensnotwendigen Mineralstoffen, der Mensch muss pro Tag 2-5g zu
sich nehmen. Die Natriumionen ermöglichen in den Nervenzellen die
Erregungsleitung, die Chlorionen sind am Aufbau der Magensäure, welche
zu 0,3% aus Salzsäure besteht, beteiligt. Zu viel Salz in der Nahrung
führt zu Bluthochdruck und erhöht somit das Risiko, an Kreislauf-
oder Herzkrankheiten zu erkranken.
Gewinnung:
Natriumchlorid kann im Labor aus Natrium und Chlor
oder aus Natrium und Salzsäure hergestellt werden. Die heutige Gewinnung
erfolgt jedoch hauptsächlich in Salinen, in denen das Salz durch Verdunstung
des Meerwassers gewonnen wird.
Früher erfolgte die Gewinnung des Salzes aus salzhaltigem Wasser
von Solquellen. Das Wasser aus der Tiefe wurde in großen eisernen
Töpfen erhitzt, wobei das Salz nach dem Verdampfen des Wassers am
Boden zurückblieb. Das Wasser der besten Solquelle in Bad Reichenhall
wies z. B. einen Salzgehalt von etwa 24% auf. Viele Städte besitzen
heute noch den Namen nach der Solegewinnung oder nach dem Salzbergbau,
so zum Beispiel Halle, Schwäbisch Hall oder Bad Reichenhall (mittelhochdeutsch:
hal = Salzquelle).
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| Kochsalz wird den Lebensmitteln nicht nur als Würzmittel,
sondern auch zur Konservierung zugesetzt (Lebensmittel-Zusatzstoffe).
Das Salz bindet in den Lebensmitteln Wasser und entzieht den Bakterien
und Schimmelpilzen so ihre Nahrungsgrundlage. Viele Käse-, Fleisch-
oder Fischsorten werden mit Salz versetzt oder vor ihrer Weiterverarbeitung
in ein Salzbad getaucht.
Es ist neben der Essigsäure das älteste Mittel, um Lebensmittel haltbar zu machen. Schon im Altertum kannten die Sumerer und Babylonier Salzfleisch und Salzfisch als Handelsartikel. Im 14. Jahrhundert wurde das „weiße Gold“ zu hohen Preisen gehandelt. Erst mit der Entdeckung großer Salzlager in Mittel- und Süddeutschland wurde es auch für ärmere Leute erschwinglich. |
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Aufgrund der Eigenschaft des Kochsalzes, den Schmelzpunkt von Wasser herabzusetzen, kann es als Tausalz im Winter auf den Straßen eingesetzt werden. Die Verwendung von Streusalz ist jedoch problematisch. Es belastet die Bäche und Flüsse und schädigt die Bäume, welche neben den Straßen gepflanzt sind. Außerdem beschleunigt es den Rostvorgang bei Autokarosserien und zerfrisst den Beton von Bauwerken.
In der chemischen Industrie ist Natriumchlorid ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Salzsäure, Soda, Chlor und Natronlauge. Außerdem wird es von der Seifen- und Farbstoffindustrie benötigt.
In der Medizin verabreicht man bei großen Blutverlusten physiologische
Kochsalzlösungen, die genau der Blutkonzentration von 9 Gramm Salz
pro Liter Flüssigkeit entsprechen, als Infusionen. Der menschliche
Körper benötigt das Salz laufend durch die Nahrung, da es durch
Harn, Schweiß und Tränenflüssigkeit ständig wieder
ausgeschieden wird. Der durchschnittliche Mitteleuropäer verbraucht
pro Tag etwa 5 Gramm Salz, in wärmeren Ländern ist der Salzverbrauch
aufgrund der höheren Schweißproduktion wesentlich höher.
Versuch: Die Synthese von Kochsalz
Andere Internetquellen:
Salze (Uni
Bielefeld)