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Gefahrenhinweise:
Schwefelsäure verursacht schwere Verätzungen. Beim Vermischen
mit Wasser darf sie nur in das Wasser eingegossen werden („Niemals Wasser
auf die Säure, sonst geschieht das Ungeheure!“). Es ist unbedingt
Augenschutz und Handschutz zu tragen.
Eigenschaften:
Im reinen Zustand ist Schwefelsäure eine ölige, farblose
und relativ schwere Flüssigkeit mit einer Dichte von 1,8g/cm3.
Sie ist eine sehr starke Säure, die aus der Luft Feuchtigkeit anzieht
und deshalb zu den hygroskopischen Stoffen gehört. Organische Stoffe
wie Zucker, Baumwollgewebe oder Haut zerstört sie unter Bildung von
schwarzem Kohlenstoff. Sie entzieht den Kohlenhydraten Wasserstoff und
Sauerstoff im Verhältnis 2 : 1, so dass nur noch das Kohlenstoffgerüst
der Verbindung zurückbleibt. |
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Dies kann besonders eindrücklich gezeigt werden, wenn in einem
150-ml-Becherglas (hohe Form) 80ml Zucker mit ca. 40ml konzentrierter Schwefelsäure
verrührt werden (siehe animierte Grafik).
Das Verdünnen mit Wasser erfolgt unter starker Wärmeentwicklung.
Die Säure gibt dabei zwei Protonen in zwei
Schritten ab:
Schwefelsäure reagiert auch gerne mit Metallen unter Bildung von
Wasserstoff zu Metallsalzen. Dabei entstehen
die Sulfate, die Salze
der Schwefelsäure:
Schwefelsäure verdünnt + Magnesium ------->
Magnesiumsulfat + Wasserstoff
Schwefelsäure verdünnt + Zink
-------> Zinksulfat
+ Wasserstoff
Heiße, konzentrierte Schwefelsäure reagiert mit Kupfer
nicht unter Wasserstoffentwicklung, sondern bildet Schwefeldioxid, Kupfersulfat
und Wasser.
Schwefelsäure konzentriert + Kupfer
-------> Kupfersulfat + Schwefeldioxid +
Wasser
Schwefelsäure verdünnt
+ Magnesium, Zink, Kupfer
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Schwefelsäure
konz. + Cu
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Eine heiße Kupfersulfatlösung
kristallisiert beim Abkühlen aus
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Eisen und Blei widerstehen der konzentrierten Schwefelsäure. Daher
kann sie unbedenklich in Bleigefäßen aufbewahrt oder in Eisenrohren
transportiert werden.
Herstellung:
Die Herstellung der Schwefelsäure erfolgt heute hauptsächlich
aus Schwefel und Sauerstoff
nach dem Doppelkontaktverfahren.
Vorkommen:
Sie kommt in der Natur nur selten vor. Schweflige
Säure (Formel: H2SO3) entsteht, wenn sich
das aus den Abgasen stammende Schwefeldioxid im Wasser der Wolken löst.
Dadurch wird der Saure Regen und das Waldsterben
verursacht.
Verwendung:
70% der Schwefelsäureproduktion wird zur Herstellung von Sulfaten
und Düngemitteln verwendet. Im Gemisch mit
Salpetersäure (Nitriersäure) können
Explosivstoffe hergestellt werden. Der Bleiakku der Autobatterie enthält
37%ige Schwefelsäure. Bei etwa dieser Konzentration besitzt die Säure
die beste Leitfähigkeit für Strom. Schwefelsäure spielt
auch als Rohstoff bei der Waschmittelherstellung eine wichtige Rolle.
Andere Internetseiten:
Chemikaliensteckbrief Schwefelsäure
Schwefelsäure
als Gefahrstoff in der ICSC
Infos
über Schwefelsäure der Uni Bielefeld