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Die Herstellung von Pigmenten
 Stichworte: Cobaltpigmente, Erdfarben, Lapislazuli, Smalte, Ultramarinblau, Download
 Weitere Grundlagen für diese Seite: Exkursion zur Firma Kremer-Pigmente
 
Das Thema schließt sich nahtlos an das Projekt Blau an. Ein Einstieg in das Thema kann aber auch anhand der Geschichte eines ausgewählten Pigments wie Lapislazuli erfolgen. Neben Lapislazuli werden dann im Anschluss noch weitere Blaupigmente vorgestellt. Ein Arbeitsblatt kann aus der Wordversion des Farbenlexikons zusammengestellt werden. Für die Schüler ist es immer wieder faszinierend zu erfahren, dass noch heute ein Kilogramm des Lapislazuli-Pigments (Fra-Angelico-Blau) über 15000 Euro kostet und ein Arbeiter ein Jahr daran arbeitet, um ein Kilogramm der wertvollen Farbe zu gewinnen.
 
 
Ein Kilogramm reines Lapislazuli-Pigment kostet 15000 Euro
 
Das traditionelle Herstellungsverfahren bei der Firma Kremer-Pigmente wird in der zweiten Folge der Schulfernseh-Film-Reihe "Farbe" gezeigt. Einen Kurzfilm dazu finden Sie auch auf dieser Homepage unter Lapislazuli (Bei Kremer ist auch für wenig Geld ein Probedöschen mit der Originalfarbe erhältlich; gute, tiefblaue Lapislazuli-Steine zum Vorzeigen kann man an Mineralienbörsen kaufen).

Die Herstellung von weiteren Blaupigmenten (Berlinerblau, Cobaltpigmente, Smalte) kann im Schulversuch vorgeführt werden (Download der Arbeitsblätter). Berlinerblau entspricht der chemischen Zusammensetzung des im Projekt Blau verwendeten Pariserblaus.
 

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Bildung von Berliner Blau durch eine Fällungsreaktion
 
Eine andere Möglichkeit zum Einstieg in das Thema bietet sich an, wenn in der näheren, natürlichen Umgebung der Schule Erdfarben zur Verfügung stehen: die Erd- oder Felsbrocken werden zertrümmert und im Mörser zu einem feinen Pulver zermahlen. Malversuche mit diesen selbst gemahlenen Pulvern zeigen, dass es gar nicht so einfach ist, das Pulver so fein zu zerkleinern, dass es eine gute, malbare Farbe ergibt, meist ist es viel zu grob. Je kleiner jedoch das Pulverkorn bei einem Pigment ist, umso höher ist dessen Farbstärke. Wenn man bedenkt, dass die optimale Kristallgröße für ein Pigment zwischen einem Fünfhundertstel und einem Zweitausendstel Millimeter liegt, dann wird schnell klar, dass das Mahlen von Pigmenten eine sehr zeitaufwendige Arbeit sein kann.
 
 
In Italien prägen die gelben und roten Erdfarben oft noch das Ortsbild der Städte und Dörfer. Erstaunlich ist, dass die Farbenvielfalt mit allen Abstufungen alleine aus einem einzigen Rohstoff zugänglich ist. Brennt man gelbem Ocker erhält man ein rotes Pigment. Der Ocker wird in einem Porzellantiegel 15 Minuten lang kräftig mit dem Brenner erhitzt. Das Eisenhydroxid des gelben Ockers wandelt sich dabei in rötliches Eisenoxid um, dem Bestandteil der roten Erdfarben. Im Handel ist diese Farbe unter der Bezeichnung "gebrannte Siena" erhältlich.
Die so hergestellten Pigmentpulver können dann zu einer fertigen Malfarbe weiterverarbeitet werden (nächste Seite), sofern sie genügend fein zermahlen sind.
 
 
 
Arbeitsaufgaben:
 
 1.) Schildere die Arbeitsschritte des alten Verfahrens zur Herstellung eines Pigments aus Lapislazuli!
 2.) Nenne die wichtigsten Blaupigmente und sammle Informationen über sie.
 3.) Wovon hängt die Farbstärke eines Pigments ab?
 
 
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