Molybdän Mangan  Rhenium Ruthenium
 
 Technetium                                     43Tc
 engl. technetium; griech. technetos ("künstlich")
 
 
Radioaktive Halbwertszeit für Tc-98 *):
6 600 000 Jahre
Rel. Atommasse *)   
Ordnungszahl    
Schmelzpunkt    
Siedepunkt    
Oxidationszahlen     
Dichte    
Härte (Mohs)     
Elektronegativität    
Elektronenkonfig.   
Natürl. Häufigkeit  
  
*) langlebigstes 
Isotop
97,9072 
43    
2157 °C    
4265 °C    
7,6,5,4,3,2,1,0,-1,-3    
11,5 g/cm³   
5,5    
2,1 (Pauling)      
[Kr]4d55s2   
Tc-99  Spuren  
  
  
 
 
 
      
 
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Mit dem Geigerzähler lässt sich die Radioaktivität von radioaktiven Stoffen wie Technetium oder Uran messen.
    
 
Physikalisch-chemische Eigenschaften
Technetium ist ein silbergrau glänzendes Schwermetall. Es besitzt eine relativ hohe Schmelz- und Siedetemperatur. In seinen chemischen Eigenschaften ähnelt es dem Rhenium. An feuchter Luft oxidiert und läuft es an, wird aber von Salzsäure nicht angegriffen. Verdünnte und konzentrierte Salpetersäure und konzentrierte Schwefelsäure vermögen es aufzulösen. In reinem Sauerstoff verbrennt es oberhalb von 400°C zu Technetium(VII)-oxid, einem hellgelben Stoff:  
  
4 Tc  +  7 O2   2 Tc2O7      DHR = -2228 kJ/mol 
  
Die Verbindungen des Technetiums sind überwiegend farbige Salze. 
   
Toxikologie 
Eine Gefahr geht vor allem von der Radioaktivität des Elements aus. Allerdings ist es auf der Erde so selten, dass dies kaum eine Rolle spielt.
  
Vorkommen 
Das Metall steht in der Elementhäufigkeit mit einem Anteil von 1,2 x 10-19 % an 92. und drittletzter Stelle noch vor dem Francium und dem Astat. Spuren des radioaktiven Isotops Tc-99 kommen in dem Uranerz Pechblende vor. Außerdem findet es sich in manchen Molybdänerzen, wo es durch Neutronen aus der kosmischen Höhenstrahlung aus Molybdän in einer Kernumwandlung gebildet wird.   
 
 
 Pechblende aus La Creusa/Wallis
 
 
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 Spuren des Tc-Isotops-99 kommen in der schwarzen Pechblende vor.
 
 
Geschichte 
D.I. Mendelejew sagte bereits im Jahre 1871 die Existenz des Technetiums als Eka-Mangan voraus. Die tatsächliche Entdeckung gelang dem italienisch-amerikanischen Physiker Emilio Gino Segrè (1905-1989) und dem italienischen Mineralogen C. Perrier im Jahre 1937 als sie eine Molybdänprobe mehrere Monate lang mit schweren Atomkernen des Deuteriums (Deuteronen) beschossen. Dabei entstand Technetium und ein Neutron:  
  
  
Der Name und das chemische Symbol für das Element wurden von dem griechischen Wort technetos ("künstlich") abgeleitet. Nachdem anfangs das Element nur in Mikrogrammen verfügbar war, erhält man es heute aus Kernreaktoren bei der Spaltung von Uran-235 kilogrammweise. 
  
Herstellung     
Das Metall kann in Kernreaktoren künstlich hergestellt werden. Es entsteht bei der Spaltung von Uran-235 beim Beschuss mit thermischen Neutronen:  
    
  
Eine Abtrennung von den anderen Spaltprodukten ist durch die Zugabe von organischen Lösungsmitteln wie Dimethylpyridin möglich. Durch eine Reduktion von Ammoniumpertechnetat (NH4TcO4) mit Wasserstoff erhält man das reine Metall. Eine Herstellung ist auch durch den Beschuss von Molybdän mit Deuteronen möglich. 
  
Verwendung 
Das radioaktive Technetium-Isotop Tc-99m wird als gamma-Strahler in der Nuklearmedizin zur Markierung von Organen verwendet. Bei der Alkoholdehydrierung dient Technetium als Katalysator. Technetium-Pertechnetat-Ionen verhindern das Rosten von Eisen und Stahl. 
 
Copyright: Thomas Seilnacht