Mail an den Autor

 

liegesitz
 
 
die sonne weicht der dunkelheit
folgt truebsinn meiner freude
mein herz zwoelf stunden liegend sitzt
entrissen doch zusammen

die allgemeine leichtigkeit
des wahnsinns fette beute
das blut aufs aeußerste erhitzt
erloeschen meine flammen

die qual des ruhigen hinterhofs
ein schlag in meine seele
ein kleiner trost ein warmes licht
gespendet von den bienen

ich hoffe dass auch ich dir so
wie du mir jetzt schon fehle
es wird nun klar dass wir uns beide
voll und ganz verdienen
 
 
(Peter Senkel, *02.03.1982)

 
 
von außen
 
 
fahr doch von mir aus steig doch auf
ich werde gehn
du faehrst nach vorn ich schau zurueck
bleibe einfach stehn

du bist schon lange nicht mehr da
doch nun bist du gegangen
nimmst mir die ruestung machst mich schwach
halt mich selbst gefangen

oh komm doch her und halt mich fest
oder lass mich fallen damit ich aufstehen kann
alles was ich schicke
ist unzustellbar kommt nicht an

ich lieg nur hier verdau mich selbst
und keiner der mich heilt
der rausch der nicht zu enden schien
ist ueber nacht vorbei

komm schon bleib doch hier
bewach mich wenn ich schlafen geh
sei mir nah sei mir nah
dich anzusehen tut mir weh
  
  
(Peter Senkel, *02.03.1982)