Wasserflohgedicht  
Nummer drei 
 
Der Wasserfloh 
kommt sowieso 
nicht bis in den Himmel, 
denn wenn´s so wär 
dann gäb es da 
ein furchtbares Getümmel. 

Stattdessen 
bleibt er irgendwo 
träg im Fischdarm liegen 
und müht sich 
noch im letzten Hauch 
was Kaviar zu kriegen. 

Und so beglückt 
vom letzten Haps 
scheidet er dahin. 
Dass er nicht 
in den Himmel kommt, 
findet er nicht schlimm. 
 
 

 
 
 
 
Den Kirchenmann 
macht das nervös, 
er kann sich nur noch wundern. 
Der Floh ist 
weder gut noch bös. 
Das gleiche gilt für Flundern. 

Der Wasserfloh, 
kennt nicht die Seele 
und auch nicht das Gewissen. 
Er kennt nur 
seinen Lebensraum. 
Und der ist oft beschissen. 

Er tut nur das 
wozu der Schöpfer 
ihn dereinst geschaffen. 
Das bringt ihn 
deutlich auf Platz eins. 
Mit Vorsprung vor den Affen. 
 
(Werner Rohrmoser)