Wasserflohgedicht
Nummer eins
Der Wasserfloh
ist selten froh,
oft spürt er Unbehagen.
Er glaubt dass es am Wasser liegt
er kann es nicht vertragen.
Er hat
so manchen Fluss bereist,
ist auch ans Meer gekommen.
Doch ganz egal, wo er auch speist,
es ist ihm nicht bekommen.
Ein andres
Wasser hat er nicht,
wo soll er da auch suchen?
Er muss das nehmen was er kriegt,
da hilft ihm auch kein Fluchen.
Die Frau
hat er schon früh verloren,
sie ist im Rohr krepiert.
Dabei hat sie mit größter Vorsicht
nur einen Schluck probiert.
Er weiß
die Tage sind gezählt,
da kann man nichts mehr machen.
Er hat sich auch genug gequält
und eh´ nichts mehr zu lachen.
Es treibt ihn
und er wehrt sich nicht,
auf einer kleinen Welle,
geradewegs ins offene Maul
von einer Bachforelle.
Die hat
nicht lange ihren Spaß,
denn sie beißt unbeschwert
in einen Haken, der da hing
und wurd tags drauf verzehrt.
Der Mensch
am Klo ist selten froh,
oft spürt er Unbehagen.
Er glaubt, dass es die Fische sind,
er kann sie nicht vertragen.
(Werner Rohrmoser)
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