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Gedanken zur Zeit 

Wer hat schon Zeit auf dieser Welt, 
ich nicht, 
mir läuft sie immer nur davon. 
Ich verschlafe einen gewaltigen Teil meines Lebens, 
doch das muss sein, 
denn ohne Schlaf kann selbst ich nicht sein. 
Wenn ich warte egal worauf, 
tickt die Lebensuhr langsamer, 
scheinbar aber nur. 
Zeit ist ewig, 
vergeht immer gleich schnell. 
Wir Menschen warten oft, 
auf schöneres Wetter, den Bus, 
die ersten Liebe,  
auf den ersten Kuss, 
Gehaltserhöhung, Lottogewinn, 
auf Wohnung, Auto, Urlaubsreisen... 
Ich warte auch oft,  
sehr oft auf dich. 
Nein,  
nicht dass du immer zu spät kommst, 
ja, auch das kommt vor, 
doch das ist es nicht. 
Ich habe Sehnsucht nach dir, 
die Zeit aber hat keine Zeit daran zu denken, 
sie geht und geht  
viel zu langsam. 
Manchmal hab ich das Gefühl sie geht so langsam, 
weil sie all das Elend, 
all die Dummheit, 
die Sorgen und Ängste der Menschen genau betrachten will, 
damit auch alles genau festgehalten werden kann, 
damit niemand sagen kann, 
ich hab das alles nicht gewusst... 
Bist du aber bei mir, 
dann rast sie plötzlich los,  
Stunden schrumpfen zusammen, 
als wären gerade Minuten vorbei. 
Kaum kann ich dich in meinen Armen halten, 
ist der Tag bereits wieder vorbei. 
Zeit,  
weshalb kennst du keine Gnade? 
Gnade mit zwei sich liebenden Menschenkindern, 
die doch nur eins wollen,  
sich lange umarmen, 
sich lieben und küssen 
ohne Eile und ohne Hast. 
Kommst du in Zweifel mit dir? 
Zeit, 
weshalb verstehst du uns nicht? 
Nicht alle Menschen sind gleich. 
Vielleicht soll es uns nicht zu gut gehen, 
damit wir nicht zu wohlgefällig werden, 
damit wir begreifen, 
welch Glück uns widerfahren ist. 
Zeit, 
woher bekommst du deine Macht? 
Woher kommst du? 
Wirst du einmal enden? 
Was kommt nach meiner Zeit? 
Werd sicher einmal dann sagen, 
es war eine schöne Zeit, 
eine Zeit mit viel Freude, 
auch mit Ängsten, 
mit Glück, 
deshalb lass uns das JETZT genießen, 
denn diese Zeit kommt niemals zurück. 
     
(Max Fahrnholz, *16.03.1950)

 
 
Träume 

Träume hab ich viele, 
werd manchmal davon wach, 
denke an die Zukunft, 
fühle mich so schwach. 
Immer nur Probleme, 
wohin ich auch seh, 
kann sie allein nicht lösen, 
brauche deine Näh. 
Muss dann an dich denken, 
an deine Zärtlichkeit, 
an deine schönen Augen 
und bin schon bald bereit. 
Mit dir den Weg beschreiten, 
kein Stück ist mir zu schwer, 
weiß du meine Prinzessin, 
kommst im Ernstfall her. 
Fühle mich bei dir geborgen, 
wann ist es soweit, 
ich freue mich Prinzessin 
auf die Gemeinsamkeit. 
In deinen Armen schlimmer Finger, 
träum ich dann verrückte Dinger, 
küss dich, 
lieb dich, 
mach dich an, 
bin eben dein verliebter 
Onlinemann 
     
(Max Fahrnholz, *16.03.1950)