| Ecce homo
Unsere Tage werden schamloser von Nacht zu Nacht sie tarnen unseren Blutrausch als Abendröte waschen sich im unendlichen Blau der Meere rein aus denen sie aufsteigen in der Frühe ohne die Schamröte ihres Morgens zu verbergen Das Kainsmal des Menschen ist hoffähig geworden unter den Augen dessen der vorgibt bei ihm zu sein bis an der Welt Ende Das werden wir müheloser erreichen wenn die Aufgabe des Menschen vollbracht ist. Das babylonische Werk für das jede Generation ihren eigenen Anlauf nimmt: Seit der Steinzeit bis hin zur Webzeit die uns fortan global auf dem Laufenden hält -- damit wir Anstoß nehmen können an allem, was wir so nie gewollt haben während unsere Kinder in ihren Chatrooms verblöden und der Mob sich verabredet am Ballermann 6 oder anderswo, wie im Osten wo neuerdings die braune Sonne aufgeht Aber noch ist der Mond nicht besudelt: In den Fluten des Meeres in reinerem Licht badet der Tag Nacht für Nacht sein Antlitz in Unschuld weit weg von den Todesstreifen die sich alles Lebendigen entledigt haben (Michael Lobisch-Delija) |