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  Zinkbromid   ZnBr2 
   

  
In dunkler Flasche 
aufbewahren  
  
Weißes, kristallines  
Pulver

Molmasse  225,217 g/mol   
  
AGW  keine Angaben 
Dichte  4,5 g/cm3   
Schmelzpunkt  +402 °C  
Siedepunkt  ca. +670 °C 
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 25 °C 488 g
Piktogramme    
 
GHS 07  
Achtung
Gefahrenklassen + Kategorie  
Ätz-/Reizwirkung auf die Haut 2  
Schwere Augensch./-reizung 2  
Spez. Zielorgantox. e. Atemwege 3
HP-Sätze (siehe Hinweis)   
H 315, 319, 335  
P 280.3, 302+352, 305+351+338, 312  
Entsorgung G 4
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS  7699-45-8 Zinkbromid Zinc bromide
   
  
Eigenschaften 
  
Zinkbromid ist sehr gut in Wasser und in Ethylalkohol löslich. Beim Auskristallisieren aus einer Lösung bilden sich Dihydrate und Trihydrate (Zinkbromid Dihydrat: ZnBr2 2 H2O).  Unter Lichteinwirkung kann das Salz Brom abspalten, es muss in einer braunen Flasche aufbewahrt werden.  
  
Zinkbromid besitzt im Vergleich zu anderen Salzen einen sehr niedrigen Schmelzpunkt. Daher kann man es mit einem gewöhnlichen Bunsenbrenner leicht schmelzen. In einer solchen Salzschmelze sind die Ionen fast so beweglich wie in einer Flüssigkeit. Legt man eine Gleichspannung an, dann zerlegt sich das Salz in seine Elemente. Am Minuspol entsteht elementares Zink, am Pluspol bildet sich braunes Brom. Die elektrochemischen Vorgänge für diese Schmelzflusselektrolyse stellen sich so dar: 
  
Oxidation              2 Br    Br2  +  2 e-  
Reduktion             Zn2+  +  2 e-   Zn  


Redoxreaktion     Zn2+  +  2 Br -   Zn  +  Br2  
  
  
 
Apparatur mit v-förmigem Quarzrohr (+Stopfen mit Öffnung)
zur Schmelzflusselektrolyse von Zinkbromid.
 
Nach dem Schmelzen des Salzes und dem Anlegen einer
Gleichspannung bildet sich am Pluspol elementares Brom.
  
Film erhältlich auf >DVD
   
 
Herstellung 
  
Die Herstellung ist durch die Reaktion von Zink mit Brom bei 550 °C möglich: 
  
Br2  +  Zn   ZnBr2  
  
Zinkbromid ist auch durch die Reaktion von Zink mit Bromwasserstoffsäure erhältlich.
   
  
Verwendung 
  
Aufgrund des niedrigen Schmelzpunktes ist Zinkbromid zur modellhaften Darstellung einer Schmelzflusselektrolyse im Chemieunterricht geeignet. Es dient wie die Silberhalogenide zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten (vgl. Fotografie). Die chemische Industrie benötigt Zinkbromid zur Synthese zinkorganischer Verbindungen. 
   
  
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