Propionsäure C2H5COOH
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Klare, ölige Flüssigkeit
Vorkommen
Etherische Öle, Steinkohleteer,
Gärungen (Wiederkäuer) |
Molmasse
74,079 g/mol
AGW
10 ml/m3 (TRGS 900)
Dichte 0,9882
g/cm3
Schmelzpunkt
-20,5 °C
Siedepunkt
+141,15 °C
Wasserlöslichkeit
vollst. mischbar
Explosionsgrz.
2,1 - 12 Vol.-% (Luft)
Flammpunkt
+51 °C
Zündpunkt
+485 °C |
Piktogramme
GHS 05
Gefahr |
Gefahrenklassen
+ Kategorie
Ätz-/Reizwirkung auf
die Haut 1B
(Abstufung bei Verdünnungen) |
HP-Sätze
(siehe auch Hinweis)
H 314
P 260,
280.3, 303+361+353,
305+351+338, 310
Entsorgung
G 1 |
| Etikett
drucken |
Dt. Bezeichnung
Synonyme (deutsch) |
Engl. Bezeichnung
Synonyme (engl.) |
| CAS
79-09-4 |
Propionsäure
Propansäure |
Propionic acid
Propanoic acid |
Eigenschaften
Propionsäure riecht
unangenehm ranzig und reizt die Augen und Atemwege. Sie löst Wasser,
Ethylalkohol, Diethylether und Chloroform gut. Die Carbonsäure
ist im Vergleich zu Ameisensäure und Essigsäure
eine etwas schwächere Säure. Der Kontakt mit der Flüssigkeit
führt zu Verätzungen. Wie Essigsäure
wirkt Propionsäure keimtötend und eignet sich daher als Konservierungsstoff.
Eisen,
Zink, Magnesium
und andere unedle Metalle lösen sich unter Wasserstoffentwicklung
langsam auf. Dabei bilden sich die Salze der Propionsäure, die Propionate.
Mit Alkoholen können Ester
erzeugt werden. Für diese Reaktion ist Wärme und ein Katalysator
wie Schwefelsäure notwendig:
Propionsäure + Ethanol
Propionsäureethylester + Wasser
Das Produkt riecht rumartig
und wird als Aromastoff verwendet. Mit Pentanol erhält man einen apfelartig
riechenden Ester. Diese Ester sind
in geringen Mengen im Wein und im Latschenkieferöl enthalten. Mit
Cellulose entsteht Cellulosepropionat, ein hitzebeständiger und zäher
Kunststoff. |
Herstellung
Propionsäure erhält
man in der Technik durch die Reaktion von Ethen
mit Kohlenstoffmonooxid und Wasser in Gegenwart
von Nickelsalzen:
H2C=CH2
+ CO + H2O
C2H5COOH
Im Labor lässt sie
sich durch eine Oxidation (z.B. mit Kupferoxid) von 1-Propanol oder von
Propionaldehyd herstellen. |
Verwendung
Zur Herstellung von Propionsäureestern
und Cellulosepropionat (s.o.); früher als Konservierungsstoff in Lebensmitteln,
zur Synthese von Schädlingsbekämpfungsmitteln. |
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