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Lachgas (Distickstoffoxid)                                            N2O
 
 
O 
brandfördernd 
  
  
   
  
  
  
farbloses Gas  
mit süßlichem Geruch
RS-Sätze:  
R 8  S 9, 17 
  
MG: 44,012 g/mol  
Dichte: 1,997 g/l  
Schmelztemperatur: -90,8 °C  
Siedetemperatur: -88,48 °C  
Wasserlöslichkeit (sauer): 1,5 l/l  
andere Löslichkeiten:  
Schwefelsäure, Ethanol, Ether
 
Wirkung auf den menschlichen Körper:  
Durch das Einatmen von Lachgas können krampfartiges Lachen, Halluzinationen und Rauschzustände ausgelöst werden. Es wirkt in geringen Konzentrationen narkotisch und ist daher heute eines der am meisten benutzten Gase bei leichteren, operativen Eingriffen, bei denen eine Narkose notwendig ist. Es wird meist zusammen mit reinem Sauerstoff oder in Kombination mit anderen Narkosemitteln verabreicht, die Wirkung tritt sehr schnell ein. Bei hohen Dosierungen kann ein Vitamin-B12-Mangel auftreten.
 
Eigenschaften:  
Lachgas besitzt einen schwach süßlichen Geruch und unterhält die Verbrennung. Eine Kerzenflamme brennt in Lachgas heller als in Luft. Es ist 1,5 mal schwerer als Luft und ist unter Normalbedingungen sehr beständig. Oberhalb von 300 °C zerfällt es in Stickstoff und Sauerstoff 
 
N2O  ----->  N2  +  1/2 O2  DHR = -82 kJ/mol 
  
Brennbare Stoffe und vor allem brennbare Gase reagieren mit Lachgas fast so heftig wie mit reinem Sauerstoff, da dieser während dem Verbrennungsvorgang gebildet wird. Mit verdampftem Schwefelkohlenstoff entsteht nach der Zündung ein blauer Lichtblitz (Experiment "Bellender Hund"), mit verdampftem Ethanol oder Methanol reagiert es ebenfalls heftig. Mit Wasserstoff bilden sich Knallgasgemische, die beim Zünden mit hohem, pfeifendem Ton explodieren. Dabei entstehen Stickstoff und Wasser: 
  
N2O  +  H2  ----->  N2  +  H2O   DHR = -368 kJ/mol 
 
Mesomerie beim Lachgasmolekül: 
Das Lachgasmolekül lässt sich in einer Strukturformel nur als mesomeres System darstellen (vgl. Mesomerie). Die Bindungselektronen sind nicht eindeutig zugeordnet: 
 
 
Herstellung:  
Die erstmalige Herstellung gelang dem Engländer John Priestley (1733-1804) im Jahre 1773 durch die Einwirkung von Stickstoffmonooxid auf Eisenfeilspäne. Humphry Davy (1778-1829) untersuchte die berauschende Wirkung des Gases im Eigenversuch und schlug 1799 die Verwendung als Narkotikum vor. Aber erst 1868 wurde ein Gemisch aus Lachgas und Sauerstoff in der Medizin dafür verwendet.  
  
Die heutige technische Herstellung erfolgt durch die Zersetzung von Ammoniumnitrat unter Hitze. Zuerst bildet sich dabei Ammoniak und Salpetersäure, die weiter zu Lachgas und Wasser zerfallen:  
  
NH4NO3  ----->  NH3  +  HNO3  ----->  N2O  +  2 H2 
  
Lachgas bildet sich auch bei starker Stickstoffdüngung. Es ist wesentlich am natürlichen Stickstoffkreislauf beteiligt. Lachgas gehört zu den Treibhausgasen und es spielt bei den ozonabbauenden Kreislaufprozessen in der Stratosphäre eine Rolle.
 
Verwendung:  
Weit verbreitetes Treibgas in Spraydosen, auch in der Lebensmittelbranche (Sahne-Sprühdosen); als Narkosemittel zum Inhalieren; in der Szene als kurz anhaltendes Rauschmittel ("Lachgastüten"), diese Anwendung ist aber nicht ohne Risiko, da aufgrund von Sauerstoffmangel schon Todesfälle auftraten, außerdem treten bei intensivem und langem Gebrauch infolge eines Vitamin-B12-Mangels Nervenschäden auf. Lachgas für medizinische Zwecke wird in weißen Flaschen mit blauer Schulter gehandelt.  
  
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Sahne-Sprühdose mit Lachgas als Treibmittel
 
 
deutscher
Name
englischer
Name
CAS-
Nummer
Lachgas (Distickstoffoxid)
Nitrous oxide
10024-97-2
 
 
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