Lithiumchlorid LiCl
|
Weißes, kristallines
Pulver |
Molmasse
42,394 g/mol
(Monohydrat 60,409 g/mol)
AGW
keine Angaben
Dichte 2,07
g/cm3
(Monohydrat 1,78 g/cm3)
Schmelzpunkt +610°C
Siedepunkt
+1383°C
Wasserlöslichkeit
100g
H2O lösen bei 20 °C 84,5 g |
Piktogramm
GHS 07
Achtung |
Gefahrenklassen
+ Kategorie
Akute Toxizität oral
4
Atz-/Reizwirkung auf die
Haut 2
Schwere Augensch./-reizung
2 |
HP-Sätze
(siehe auch Hinweis)
H 302,
315, 319
P 280.3,
301+312, 302+352,
305+351+338
Entsorgung
G 4 |
| Etikett
drucken |
Deutscher Name |
Englischer Name |
CAS
7447-41-8
CAS
16712-20-2 |
Lithiumchlorid *
Lithiumchlorid Monohydrat |
Lithium chloride
Lithium chloride monohydrate |
*) Für die Schule
bevorzugt
Eigenschaften
Lithiumchlorid ist hygroskopisch,
es zieht Wasser aus der Luftfeuchtigkeit an und zerfließt allmählich.
Es löst sich sehr gut in Wasser, Ethanol, Methanol, Glycerin und Aceton.
Lithiumchloridlösungen sind sehr korrosiv und schädigen Beton.
Aufgrund der Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln kann man
Lithiumchlorid von den anderen Alkalimetallsalzen, beispielsweise von Natriumchlorid
abtrennen. Lithiumchlorid zeigt in der Brennerflamme eine rote Flammenfarbe.
Bild
vergrößern
|
Herstellung
Die technische Darstellung
erfolgt aus Lithiumhydroxid oder Lithiumcarbonat durch Zugabe von Salzsäure:
LiOH + HCl
LiCl + H2O
Li2CO3
+ 2 HCl 2
LiCl + H2O + CO2
Durch das nachfolgende
Abdampfen des Wassers erhält man wasserfreies Lithiumchlorid. |
Verwendung
Durch eine Schmelzflusselektrolyse
lässt sich aus Lithiumchlorid das Alkalimetall Lithium
darstellen. Lithiumchlorid eignet sich aufgrund seiner hygroskopischen
Wirkung als Trocknungsmittel im Labor. Eine 33%ige, wässrige Lithiumchloridlösung
ist bei -70°C noch flüssig, daher kann man mit Lithiumchlorid
Kältebäder herstellen, die nicht gefrieren. Dies erklärt
auch seine Eignung als Frostschutzmittel. Die chemische Industrie benötigt
das Lithiumsalz zur Herstellung anderer Lithiumverbindungen. |
|