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Quecksilber(II)-oxid                                             HgO
 
T+  
sehr giftig  
N 
umweltgefährlich 
  
Hautresorption möglich 
  
je nach Verteilungsgrad rotes oder gelbes Pulver
RS-Sätze: R 33, 26/27/28, 50/53  
S 13, 28.1, 45, 60, 61 
Entsorgung: besondere Hinweise 
MAK: 0,1mg/m3 
 
MG: 216,59 g/mol  
Dichte: 11,14 g/cm3  
Wasserlöslichkeit:  
bei 25 °C 0,05 g/l
 
Eigenschaften:  
Quecksilber(II)-oxid nimmt je nach Verteilungsgrad eine rote oder eine gelbe Farbe an: Gelbe Kristalle besitzen einen Durchmesser von etwa 2 Mikrometer, rote Kristalle um die 10 Mikrometer. Beim Erhitzen färbt sich das rote Quecksilberoxid schwarz und das gelbe rot, da sich die Kristallkörner vergrößern. Oberhalb von 450 °C zersetzt es sich in seine Elemente. Es kondensiert dabei Quecksilber an der Reagenzglaswand, der entstehende Sauerstoff kann mit der Spanprobe nachgewiesen werden. 
 
2 HgO  ----->  2 Hg  +  O2   DHR = +182 kJ/mol 
  
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Dieser Versuch sollte nicht mehr als Schulversuch durchgeführt werden. Als Ersatzversuch eignet sich die Zerlegung von Kupferacetat.
 
Herstellung:  
Das gelbe Quecksilber(II)-oxid entsteht bei der Reaktion von Quecksilber(II)-chlorid mit Natronlauge 
 
HgCl2  +  2 NaOH  ----->  HgO  +  H2O  +  2 NaCl  
  
Rotes Quecksilber(II)-oxid erhält man beim vorsichtigen Erhitzen von Quecksilber(II)-nitrat oder beim Erhitzen von elementarem Quecksilber auf 350 °C:  
  
2 Hg(NO3)2  ----->  2 HgO  +  4 NO2  +  O2  
2 Hg  +  O2  ---350°C--->  HgO 
  
Die Herstellung von Quecksilberoxid durch das Erhitzen von Quecksilber an der Luft war dem englischen Gelehrten Joseph Priestley (1733-1804) schon bekannt. Bei seinem berühmten Versuch zur Sauerstoffdarstellung erhitzte Priestley das Quecksilberoxid in einem Glasgefäß, das durch eine Quecksilbersperrschicht von der Luft abgesperrt war, mit einem großen Brennglas. Dabei erhielt er ein Gas, in dem eine Flamme viel heller brannte als in Luft. Priestley nannte das Gas "dephlogistierte Luft". Erst Antoine Lavoisier (1743-1794) benannte dieses Gas mit dem heutigen Namen und erklärte die Vorgänge mit Hilfe der Oxidationstheorie korrekt.
 
Verwendung:  
Zur Herstellung anderer Quecksilberverbindungen; in Trockenbatterien als Depolarisator; als Nachweisreagenz für Citronensäure und Essigsäure im chemischen Labor; früher als Pigment bei Schiffsanstrichen und für Porzellanfarben (heute verboten).
 
 
deutscher
Name
englischer
Name
CAS-
Nummer
Etikett
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Quecksilber(II)oxid
Mercury(II) oxide
21908-53-2
Hinweis
 
Hinweis: Quecksilber(II)-oxid ist ein sehr giftiger Stoff. Von einer Lagerung an Schulen ist abzuraten, daher wird kein Etikett angeboten.
 
 
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