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  Hexan   C6H14 
   
   
Klare, farblose 
Flüssigkeit 
  
Vorkommen   Erdöl
Molmasse  86,175 g/mol   
AGW  50 ml/m3 (TRGS 900) 
Dichte  0,6606 g/cm3   
Schmelzpunkt  -95,35 °C   
Siedepunkt  +68,73 °C   
Wasserlöslichkeit  bei 25 °C 10 mg/l 
Explosionsgrz. 1 - 8,9 Vol.-% (Luft) 
Flammpunkt  -20 °C 
Zündpunkt  +230 °C
Piktogramme   
  
GHS 02   
GHS 07   
GHS 08  
GHS 09  
Gefahr  
 
Gefahrenklassen + Kategorie   
Entzündbare Flüssigkeiten 2    
Ätz-/Reizwirkzung auf die Haut 2 
Reproduktionstoxizität (F) 2 
Spez. Zielorgantoxizität e. ZNS 3 
Spez. Zielorgantoxizität w. 2 
Aspirationsgefahr 1  
Gewässergefährdend chron. 2
HP-Sätze (siehe auch Hinweis)       
  
H 225, 304, 315, 336, 361f, 373, 411   
P 210, 261, 273, 280.3, 301+310, 331, 
304+340, 403+233     
   
  
Entsorgung   G 1 
Etikett drucken Dt. Bezeichnung 
Synonyme (deutsch)
Engl. Bezeichnung 
Synonyme (engl.)
CAS  110-54-3 Hexan 
n-Hexan
Hexane 
n-Hexane
  
Bemerkung für Schulen: Hexan ist eine niedrig siedende Flüssigkeit. Es können sich bei Zimmertemperatur explosionsfähige Gemische bilden. Beim Schlucken der Flüssigkeit besteht akute Lebensgefahr, vor allem wenn sie in die Lunge kommt, da die Atmung blockiert wird.
   
  
Wirkung auf den menschlichen Körper 
  
Das Einatmen der Dämpfe führt zu Schwindel und Kopfschmerzen, in höheren Konzentrationen wirken sie nach anfänglicher Erregung narkotisierend. Auch Todesfolgen sind nicht auszuschließen. Hexan reizt die Augen und die Schleimhäute, Übelkeit und Erbrechen können ebenfalls auftreten. Ein intensiver Hautkontakt kann zu Schmerzen und zur Exzembildung führen. Der Stoff weist beim Schnüffeln ein erhebliches Suchtpotential auf. Bei lang anhaltender Exposition treten aber Nervenschädigungen und Lähmungserscheinungen auf.  
  
  
Eigenschaften 
  
Hexan ist eine farblose, benzinartig riechende Flüssigkeit. Sie ist in Wasser kaum löslich, in Ethylalkohol, Diethylether oder Chloroform jedoch sehr gut. Auch Fette und Öle lösen sich gut im Hexan. Die Flüssigkeit ist sehr leicht flüchtig und verdampft schon bei Raumtemperatur. Dabei bilden sich explosive Gasgemische mit der Luft (vgl. Experimente mit Leichtbenzin). Hexandämpfe sind schwerer als Luft und breiten sich am Boden aus. Das Alkan verbrennt mit schwach rußender Flamme.  
    
  
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Die drei Alkane Pentan, Hexan und Heptan unterscheiden sich äußerlich kaum.
  
  
Es existieren fünf Isomere. Die verzweigten Hexan-Isomere haben einen niedrigeren Siedepunkt als das unverzweigte n-Hexan, ihre Klopffestigkeit ist besser.  
 
 
Hexan (n-Hexan)
Summenformel: C6H14
3-Methylpentan (iso-Hexan)
Summenformel: C6H14
Siedepunkt: +68,73 °C
Siedepunkt: +63,27 °C
  
 
Beim Vermischen von Hexan mit wenig Brom löst sich das Brom nach dem Schütteln im Hexan mit gelbbrauner Farbe. Durch Erhitzen lässt sich keine weitere Reaktion erreichen. Erst beim Bestrahlen mit intensivem UV-Licht entfärbt sich die Lösung. 
  
 
 
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Beim Lösen von Brom in Hexan entsteht eine gelbbraune Lösung. Diese Lösung wird mit UV-Licht bestrahlt.
 
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Beim Belichten und beim Schütteln
entfärbt sich die Lösung allmählich.
    
Diese Demonstration ist an Schulen problematisch. Film erhältlich auf >DVD
  
  
Das Brom reagiert in einer Substitutionsreaktion mit dem Hexan zu Bromwasserstoff und Bromhexan, einem giftigen Vertreter aus der Familie der Halogenwasserstoffe. Der entstehende Bromwasserstoff bildet mit Wasser eine Säure. Ein angefeuchtetes Universalindikatorpapier färbt sich daher rot, wenn es mit dem gasförmigen Produkt in Berührung kommt.  
  
   
Herstellung 
  
Bei der fraktionierten Destillation des Erdöls findet man die Hexane in der Fraktion der Leichtbenzine. Die Trennung aus dieser Fraktion erfolgt durch eine erneute Destillation. 
  
  
Verwendung 
  
Hexan ist ein universelles Lösungs- und Extraktionsmittel. Beim Platinreforming erhält man aus Hexan durch eine Dehydrierung Benzol. Hexan ist häufig als Verdünnungsmittel in Lacken, Druckfarben oder Klebstoffen enthalten, dort kann es als Schnüffelstoff missbraucht werden. In Thermometern dient es wie Ethylalkohol als Ersatz für Quecksilber.
  
  
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