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  Heptan   C7H16 
Flasche
 
Teflonverschluss

Strukturfomel n-Heptan: 7 Kohlenstoff-Atome im Gerüst, darum herum 16 Waserstoff-Atome   
   


Klare, farblose Flüssigkeit 
  
Vorkommen  
Erdöl,
etherische Öle von Kiefern
Molmasse  100,202 g/mol   


AGW  500 ml/m3 (TRGS 900) 
Dichte  0,6795 g/cm3   
Schmelzpunkt  −90,55 °C   
Siedepunkt  +98,4 °C   
Wasserlöslichkeit  bei 25 °C 2 mg/l 
Brechungsindex (20°C)  1,3855
Explosionsgrz. 1,1 bis 6,7 Vol.-% (Luft) 
Flammpunkt  −4 °C 
Zündpunkt  +220 °C
Piktogramme   
  
GHS 02   
GHS 07   
GHS 08  
GHS 09  
Gefahr  
Gefahrenklassen + Kategorie   
Entzündbare Flüssigkeiten 2    
Ätz-/Reizwirkzung auf die Haut 2 
Spez. Zielorgantoxizität e. ZNS 3 
Aspirationsgefahr 1  
Gewässergefährdend akut 1 
Gewässergefährdend chron. 1
HP-Sätze (siehe auch Hinweis)       
  
H 225, 304, 315, 336, 400, 410   
P 210, 261, 273, 280.1-3, 301+310, 331, 
304+340, 403+235     
   
Entsorgung   G 1 
Etikett drucken Dt. Bezeichnung 
Synonyme (deutsch)
Engl. Bezeichnung 
Synonyme (engl.)
CAS  142-82-5 Heptan 
n-Heptan
Heptane 
n-Heptane
     
Bemerkung für Schulen und Heimwerker: Es können sich bei Zimmertemperatur explosionsfähige Gemische mit Luft bilden. Beim Schlucken der Flüssigkeit besteht akute Lebensgefahr, vor allem wenn sie in die Lunge kommt, da die Atmung blockiert wird. Beim Arbeiten mit Heptan oder mit Benzinfraktionen sind Schutzbrille, Schutzkittel und Schutzhandschuhe aus Nitrilkautschuk erforderlich. Es muss auf eine gute Raumlüftung geachtet werden. Behälter müssen unerreichbar für Kinder und gut verschlossen an einem gut gelüfteten und kühlen Ort aufbewahrt werden.


Wirkung auf den menschlichen Körper
 
  
Das Einatmen der Dämpfe führt zu Schwindel und Kopfschmerzen, in höheren Konzentrationen wirken sie narkotisierend. Heptan reizt die Augen und die Schleimhäute, Übelkeit und Erbrechen können beim Verschlucken auftreten. Ein intensiver Hautkontakt führt zu rissiger Haut, es können sich auch Exzeme bilden.  
  
  
Eigenschaften 
  
n-Heptan ist eine farblose, benzinartig riechende Flüssigkeit. Sie ist in Wasser kaum löslich, in organischen Lösungsmitteln wie Ethylalkohol oder Benzol löst sie sich sehr gut. Auch Fette und Öle lösen sich gut im Heptan. Die Flüssigkeit ist flüchtig und verdampft schon bei Raumtemperatur. Dabei bilden sich explosive Gasgemische mit der Luft. Der Flammpunkt liegt bei −4° Celsius, das Alkan kann daher bei Raumtemperatur mit einer Flamme als Zündquelle entflammt werden. Es verbrennt mit schwach rußender Flamme.


Heptan kann mit einer Flamme bei Raumtemperatur entflammt werden.

Heptan kann mit einer Flamme bei Raumtemperatur entflammt werden.



Es existieren neun Isomere des Heptans. Die verzweigten Isomere haben im Vergleich zum unverzweigten n-Heptan einen niedrigeren Siedepunkt. Außerdem ist ihre Klopffestigkeit besser. Heptan reagiert wie Hexan mit Halogenen in einer Substitutionsreaktion.

    
Pentan, Hexan und Heptan
   
 
Herstellung 
  
Bei der fraktionierten Destillation des Erdöls findet man die Heptane in der Fraktion der Leichtbenzine. Die Trennung aus dieser Fraktion erfolgt durch eine erneute Destillation. 
  
  
Verwendung 
  
Heptan ist ein universelles Lösungs- und Extraktionsmittel, so lässt sich mit Heptan beispielsweise Leinöl aus Leinsamen extrahieren. Beim Platinreforming erhält man aus Heptan durch eine Dehydrocyclisierung Toluol. Heptan ist als Verdünnungsmittel in Lacken oder Klebstoffen enthalten. 
  
  
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