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  Borsäure   H3BO3 
  
   
Weißglänzendes Pulver   
oder Plättchen   
   
Natürliches Vorkommen   
in heißen Quellen gelöst  
als Mineral (Sassolin)
Molmasse  61,833 g/mol   
  
AGW   0,5 mg/m3 (TRGS 900) 
Dichte  1,5 g/cm3   
Schmelzpunkt  170,9 °C   
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 25 °C 5,80 g
Piktogramme 
GHS 08 
Gefahr
Gefahrenklassen + Kategorie 
  
Reproduktionstoxizität (FD) 1B 
HP-Sätze (siehe Hinweis)  
H 360FD  P 261, 280.1+3+5+7, 308+313 
Entsorgung G 4    
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS 10043-35-3 Borsäure Boric acid
   
Bemerkung für Schulen: Borsäure ist ein reprotoxischer Stoff. Schülerversuche dürfen nicht mehr damit durchgeführt werden. 
   
  
Eigenschaften 
  
Borsäure löst sich im Wasser mit schwach saurer Reaktion und ist auch in Ethanol und Glycerin löslich. Beim Erhitzen auf 100-130 °C geht sie in Methaborsäure über (HBO2). Beim Erhitzen auf 160-170 °C entsteht eine glasige Schmelze, die sich unter Aufblähen in wasserfreies Bortrioxid (B2O3) umwandelt. Erhitzt man Borsäure rasch auf die Schmelztemperatur von 170,9 °C löst die Schmelze wie Borax Metalloxide auf.  
  
Beim Vermischen von Borsäure mit Methylalkohol und konzentrierter Schwefelsäure entsteht Borsäuremethylester. Diese Verbindung ist sehr flüchtig, sie erzeugt eine grüne Flammenfarbe.  
   
 
Flammenfarbe von Borsäuremethylester
 
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Die grüne Flammenfarbe weist auf Bor-Atome hin.
 
Diese Demonstration sollte an Schulen nicht mehr offen vorgeführt werden. Film erhältlich auf >DVD
 
    
Herstellung 
  
Die Herstellung erfolgt aus Borax und Schwefelsäure  
  
Na2B4O7  +  H2SO4  +  5 H2  4 H3BO3  +  Na2SO4
    
  
Verwendung 
  
Borsäure dient zur Herstellung weiterer Borverbindungen (Borate, Borsäureester). Sie eignet sich als Flussmittel bei der Glas- und Emailproduktion, zur Konservierung in der Leder-, Holz-, und Klebstoffindustrie, als Flussmittel in der Galvanotechnik und in der Metallverarbeitung, als Imprägnierung und Brandschutz in der Textilindustrie, zur Herstellung von Borosilicatgläsern und bei der Kerzenherstellung zum Steifen der Dochte.
    
   
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