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giftig weißglänzendes Pulver oder Plättchen natürliches Vorkommen: in heißen Quellen gelöst als Mineral (Sassolin) |
RS-Sätze:
R 60, 61 S 45, 53 Entsorgung: G 4 MAK: 0,5mg/m3 MG: 61,833 g/mol Dichte: 1,5 g/cm3 Schmelztemperatur: 170,9 °C Wasserlöslichkeit (sauer): bei 20 °C 50 g/l, bei 100°C 250 g/l |
| Eigenschaften:
Borsäure löst sich im Wasser mit schwach saurer Reaktion und ist auch in Ethanol und Glycerin löslich. Beim Erhitzen auf 100-130 °C geht sie in Methaborsäure über (HBO2). Beim Erhitzen über 160 °C entsteht eine glasige Schmelze, die sich unter Aufblähen in wasserfreies Bortrioxid (B2O3) umwandelt. Erhitzt man Borsäure rasch auf die Schmelztemperatur von ca. 171 °C löst die Schmelze wie Borax Metalloxide auf. Alkoholische Lösungen verbrennen mit grüner Flamme, was auf das Vorhandensein von Bor-Atomen hinweist. |
| Herstellung:
Die Herstellung erfolgt aus Borax und Schwefelsäure: Na2B4O7 + H2SO4 + 5 H2O -----> 4 H3BO3 + Na2SO4 |
| Verwendung:
Zur Herstellung weiterer Borverbindungen, z.B. Borate und Borsäureestern; als Flussmittel bei der Glas- und Emailproduktion; zur Konservierung in der Leder-, Holz-, und Klebstoffindustrie; als Flussmittel in der Galvanotechnik und in der Metallverarbeitung; als Imprägnierung und Brandschutz in der Textilindustrie; zur Herstellung von Borosilicatgläsern; bei der Kerzenherstellung zum Steifen der Dochte; für Bordünger. |
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| Hinweis: Borsäure ist ein fruchtschädigender Stoff. Schülerversuche dürfen nicht mehr damit durchgeführt werden. Die Demonstration mit der grünen Flammenfärbung sollte - wenn überhaupt - auf jeden Fall im Abzug durchgeführt werden. |
| Copyright: T. Seilnacht |