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gesundheitsschädlich im reinen Zustand hellblaue Kristalle Vorkommen: als Mineral Melanterit in Überzügen auf Schwefelkies |
RS-Sätze:
R 22 S 36/37/39 Entsorgung: G 4 MG: 278,014 g/mol Dichte: 1,895 g/cm3 Wasserlöslichkeit (sauer): bei 20°C 400 g/l |
| Eigenschaften:
Eisensulfat war früher unter dem Namen Eisenvitriol bekannt. Reines Eisen(II)-sulfat Heptahydrat bildet hellblaue Kristalle, die aber schon durch minimale Verunreinigungen von Eisen(III)-salzen grün gefärbt werden. An der Luft verwittern die hellblauen Kristalle unter Wasserabgabe und Oxidation. Die Kristalle sind gut in Wasser und in Ethylenglykol löslich, in Ethanol und Aceton dagegen unlöslich. In einer gesättigten Lösung bildet sich bei 56,6 °C das Tetrahydrat, bei 65 °C das Monohydrat, das auch beim weiteren Erhitzen erhalten bleibt. Nach dem Verdampfen des zuvor erhitzten Wassers aus der Lösung erhält man das Monohydrat als weißes Pulver, das sich oberhalb von 400 °C unter Schwefeldioxidabspaltung zersetzt. |
| Herstellung:
Die Herstellung erfolgt durch das Auflösen und Kochen von Eisen oder Eisenabfällen im Überschuss in 20%iger Schwefelsäure. Dabei entsteht neben dem Eisensulfat auch Wasserstoff: Fe + H2SO4 -----> FeSO4 + H2 Das Produkt wird erst nach Ende der Reaktion in eine Schale filtriert und mit Wasser verdünnt. Aus der kalten Lösung kristallisiert das Eisen(II)-sulfat Heptahydrat in Kristallen aus. |
| Verwendung:
Wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung anderer Eisenverbindungen, z.B. beim Glühen entsteht Eisen(III)-oxid; zur Herstellung von Eisengallustinten (unter Zusatz von Gerbsäure); in der Medizin für Eisenpräparate; in der Tiermedizin als Blutstillungsmittel bei Maul- und Klauenseuche; zur Konservierung von Holz; zur Herstellung von Eisenoxidpigmenten; als Flockungsmittel bei der Abwasserreinigung; als Katalysator bei der Ammoniaksynthese; in der analytischen Chemie zum Nachweis von Nitriten und Nitraten. |
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