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  Kupfer(II)-sulfat   CuSO 
  
Wasserfrei  
weißes Pulver  
  
Pentahydrat  
blaue, trikline Kristalle  
    
Vorkommen   
Mineral Chalkanthit
Molmasse  159,609 g/mol 
(Pentahydrat  249,685 g/mol) 
AGW  1 mg/m3 (TRGS 900)  
Dichte  3,6 g/cm3   
(Pentahydrat  2,286 g/cm3)  
Zersetzung  +560 °C  
Wasserlöslichkeit 
100g H2O lösen bei 25 °C 22,0 g
Piktogramme  
   
GHS 07  
GHS 09  
Achtung
Gefahrenklassen + Kategorie  
Akute Toxizität oral 4  
Ätz/Reizwirkung auf die Haut  2  
Schw. Augenschäd./Augenreizg. 2  
Gewässergefährdend chron./akut 1
HP-Sätze (siehe Hinweis)   
H 302, 315, 319, 410   
P 264.1, 273, 280.3, 301+312, 
302+352, 305+351+338   
Entsorgung  G 4   
Etikett drucken Deutscher Name Englischer Name
CAS 7758-98-7 
CAS 7758-99-8
Kupfer(II)-sulfat * 
Kupfer(II)-sulfat Pentahydrat *
Copper(II) sulfate 
Copper(II)-sulfate pentahydrate
   
   *) Für die Schule werden beide Formen benötigt, die abgebildete Flasche zeigt das Pentahydrat. 
  
Wirkung auf den menschlichen Körper und auf die Umwelt 

Kupfer(II)-sulfat ist toxisch, innerlich eingenommen löst es starken Brechreiz aus. Nach der GHS-Eintufung ist es innerhalb der entsprechenden Gefahrenklasse der Kategorie 4 zugeordnet, daher kommen (in Verbindung mit dem ausgelösten Brechreiz) tödliche Vergiftungen sehr selten vor. Kreislaufstörungen ergeben sich als Folge der oralen Aufnahme, auch Leber- und Nierenschädigungen sind möglich. Bei wiederholtem und längerem Hautkontakt kann es zu allergischen Reaktionen auf der Haut kommen. Bei Augenkontakt treten entzündliche oder eitrige Reaktionen im Auge auf. Daher sollte man eine Schutzbrille tragen und die Hände nach dem Arbeiten immer gut waschen. Schutzhandschuhe sind empfehlenswert, für die Schule aber nicht unbedingt erforderlich, wenn mit kleinen Mengen und sauber gearbeitet wird. Kupfer(II)-sulfat kann Wasserorganismen schädigen, das ökologische Gleichgewicht in Gewässern ist dadurch gefährdet. Abfälle dürfen keinesfalls ins Abwasser gegeben werden (siehe Entsorgung). 
  
  
Eigenschaften 
  
Beim Erhitzen verliert das blaue Kupfer(II)-sulfat Pentahydrat sein Kristallwasser und färbt sich schließlich weiß. Das Kristallwasser wird stufenweise abgegeben. Bei +95°C bildet sich ein Trihydrat, bei +116°C ein Monohydrat und bei ca. +200°C erhält man wasserfreies, weißes Kupfer(II)-sulfat. Der Vorgang ist umkehrbar, die Zugabe von Wasser führt wieder zum Pentahydrat. 
 
 

Erhitzen                 CuSO4 5 H2O     CuSO4  +  5 H2O  
Wasserzugabe    CuSO4  +  5 H2  CuSO4 5 H2O
 
 
Bei sehr starkem Erhitzen auf über +560°C zerfällt das wasserfreie Kupfer(II)-sulfat in Kupferoxid, Schwefeldioxid und Sauerstoff.   
  
 
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Kristallwasserhaltiges Kupfer(II)-sulfat Pentahydat 
ist blau gefärbt, die wasserfreie Form ist weiß.
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Beim Erhitzen von blauem Kupfer(II)-sulfat Pentahydrat entweicht das Wasser, und die weiße Form entsteht.
  
   
Kupfer(II)-sulfat erzeugt blaugrüne Flammenfarben. Es ist gut wasserlöslich, die wässrige Lösung hat einen widerwärtigen, metallischen Geschmack. Filtriert man eine heiße, gesättigte Lösung, erhält man beim Abkühlen Kristalle nach dem triklinen Kristallsystem.  
  
 
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Beim Verdunsten einer konzentrierten Lösung...
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...kristallisieren blaue, trikline Kristalle aus.
    

Gibt man zu einer konzentrierten Kupfer(II)-sulfatlösung konzentrierte Ammoniaklösung, entsteht ein tiefblauer Niederschlag. Nach dem Filtern mit Hilfe einer Fritte und dem gleichzeitigen Waschen mit Ethanol (oder Brennsprit), lässt sich nach dem Trocknen das ultramarinblaue Komplexsalz Tetramminkupfer(II)-sulfat gewinnen: 
  
CuSO4  +  4 NH3  +  H2  [Cu(NH3)4]SO4 H2O 
   
  

 
Bei der Zugabe von Ammoniaklösung zu Kupfer(II)-sulfatlösung entsteht ein ultramarinblauer Niederschlag

  
Das Komplexsalz verwittert an der Luft zu einem grünen Pulver. Mit Hilfe dieser Reaktion kann man Kupfer-Ionen nachweisen. 
  
  

 
Kupfer(II)-sulfat (links) und Tetramminkupfer(II)-sulfat (rechts) im Vergleich
 
     
Herstellung 
  
Im Labor kann man Kupfer(II)-sulfat durch das Auflösen von Kupfer(II)-oxid  in verdünnter Schwefelsäure herstellen: 

CuO  +  H2SO4 (aq)   CuSO4  +  H2O  

Heiße, konzentrierte Schwefelsäure reagiert mit Kupfer nicht unter Wasserstoffentwicklung, sondern bildet Kupfersulfat, Schwefeldioxid und Wasser:   
  
Cu  +  2 H2SO4   CuSO4  +  SO2  +  2 H2O  

Bei der industriellen Herstellung werden Kupferabfälle und Abfälle, die beim Rösten sulfidischer Erze auftreten, mit heißer, verdünnter Schwefelsäureversetzt. Die Reaktion gelingt unter Zugabe von Luftsauerstoff: 
   
2 Cu  +  2 H2SO4 (aq)  +  O2   2 CuSO4  +  2 H2O

     
  
Verwendung 
    
Kupfer(II)-sulfat dient zur Herstellung von Farbpigmenten und Kupfersalzen wie Kupfer(II)oxid. Es wird eingesetzt als Fungizid für Saatgut, zur Konservierung von Holz und Tierbälgen, zum Verkupfern in galvanischen Bädern, zur Kupferstichätzung in Druckereien oder in Färbereien zum Nachbehandeln von Färbungen. In der Medizin verwendete man es früher als Brech- und Bandwurmmittel. Heute wird diese Methode nur noch in der Tiermedizin angewandt. In Silvesterraketen ist es als farbgebender Bestandteil zur Erzeugung von Blaufeuerwerk beigesetzt. Im Labor kann man mit kristallwasserfreiem Kupfer(II)-sulfat Wasser nachweisen, außerdem eignet sich das weiße Pulver als Trocknungsmittel. 
     
  
 
Das Wassernachweispapier färbt sich mit Wasser blau.
   
  
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