Kupfer(I)-oxid Cu2O
Herstellung
Durch Einwirkung von
Natronlauge auf Kupfer(I)-chlorid entsteht Kupfer(I)-oxid,
das als gelber Niederschlag ausfällt:
2 CuCl + 2 NaOH
Cu2O + H2O + 2 NaCl
Eine andere Möglichkeit
wäre das Erhitzen von Kupfer(II)-oxid auf
über 1000°C, dieses zerfällt dann in das rotbraune Kupfer(I)-oxid
und Sauerstoff:
4 CuO
2 Cu2O + O2
DHR
= +290 kJ/mol
Beim Erhitzen von Kupferspänen
oder Kupferpulver an der Luft zusammen mit schwarzem Kupfer(II)-oxid entsteht
ebenfalls rotbraunes Kupfer(I)-oxid:
CuO + Cu
Cu2O |
Verwendung
Kupfer(I)-oxid dient
als Pigment für fäulnishemmende
Anstriche bei Schiffen. Bei einem solchen Anstrich entstehen geringe Mengen
an löslichen Kupfersalzen, die für die Algen giftig wirken. Glas
und Email lassen sich mit Kupfer(I)-oxid rot färben. Bei Bananen und
Kakaoplantagen wird es als Fungizid eingesetzt. Die ersten Gleichrichterdioden
enthielten früher Kupfer(I)-oxid als Halbleitermaterial, es ist heute
jedoch durch Germanium und Silicium verdrängt worden. Im Labor benötigt
man es als Katalysator und zur Herstellung anderer Kupferverbindungen. |
|