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T giftig
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RS-Sätze: R 60,
61
S 22, 26, 45, 36/37/39 Entsorgung: G 4 MAK: 0,5mg/m3 MG: 381,373 g/mol Dichte: 1,73 g/cm3 Wasserlöslichkeit (alkalisch): bei 20 °C 60 g/l, bei 100 °C 160 g/l |
| Eigenschaften:
Natriumtetraborat Decahydrat ist auch unter dem Namen Borax bekannt. Die Benennung erfolgte nach dem gleichnamigen Mineral. Es bildet in der Natur große, weiße monokline Kristalle. Die Kristalle sind relativ weich (Mohshärte = 2). An der Luft verwittern sie an der Oberfläche. Man findet sie beispielsweise in Boron oder am Borax Lake in Kalifornien. Borax ist gut in Wasser und in Glycerin löslich. Beim raschem Erhitzen löst es sich schon bei 75°C im eigenen Kristallwasser auf. Bei langsamem Erhitzen verliert es bei ca. 100 °C einen Teil seines Kristallwassers und bildet ein Pentahydrat. Oberhalb von 400 °C erhält man wasserfreies Natriumtetraborat, bei 878°C schmilzt Borax zu einer glasartigen Schmelze. In dieser Schmelze lösen sich zahlreiche Metalloxide unter der Bildung charakteristischer Färbungen und bilden nach dem Abkühlen eine glasartige Perle ("Boraxperle"). Mit Säuren wird Borax zu Borsäure zersetzt. |
| Herstellung:
Borax wird heute ausschließlich aus dem kristallwasserärmeren Boraxmineral Kernit gewonnen. Es enthält Natriumtetraborat Tetrahydrat. |
| Verwendung:
Der Name des Minerals leitet sich vom persischen "burah" ab. Borax wurde schon in der Antike in China für Glasuren und in Ägypten zum Einbalsamieren benutzt. Heute wird es immer noch für Glasuren auf Steingut, Porzellan, Glas und bei der Emailproduktion verwendet. Seine Verwendung als Flussmittel beim Hartlöten beruht auf seiner oxidablösenden Wirkung. Es ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Borsäure und Perboraten. Im Anaylsenlabor dienen die durch Erhitzen hergestellten Boraxperlen aufgrund ihrer Färbungen zum qualitativen Nachweis von Metallen. |
| Boraxperle:
Erhitzt man Borax in der oxidierenden Zone einer Brennerflamme an einem Magnesiumstäbchen, gibt es bei etwa 350°C sein Kristallwasser ab und geht in eine glasartige Schmelze über. In dieser Schmelze lösen sich viele Metallsalze und bilden Metaborate. Je nach Metallsalz weisen diese Metaborate unterschiedliche Farben auf. Mit Cobalt(II)-salzen erhält man eine blaue, mit Mangan(II)-oxid eine rotviolette und mit Kupfer(II)-oxid eine türkisblaue Farbe. |
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| Hinweis: Aufgrund neuerer Forschungsergebnisse erweist sich Borax als fortpflanzungsgefährdender Stoff. Daher wird von Schülerübungen mit Borax generell abgeraten (z.B. bei der Analyse mit Hilfe einer Boraxperle) |
| Copyright: T. Seilnacht |